Es geht hier um jene Leute, die die ach so gesunden Nährstoffe nicht vertragen. Ich gehöre auch dazu.
Denn glaubt man der Werbung, siechen wir alle bald dahin und brechen zusammen unter morschen Knochen, wenn wir nicht ständig Vitamine & Enzyme möglichst in Hochdosierung einnehmen.
Reaktionen auf Nährstoffe
Nun gibt es Menschen, die notwendige Nährstoffe nehmen, aber an merkwürdigen Reaktionen feststellen, dass sie nicht vertragen werden.
Wer nicht davon betroffen ist, braucht ab hier nicht weiterzulesen.
Für Betroffene gilt:
- es kann Sofortreaktionen auf Nährstoffe geben, meist sind es Hauterscheinungen, möglich sind auch wässrige Durchfälle bei Vitamin-A-Vergiftung, wie sie nach Einnahme von Lebertran auftreten können
- es kann zu "ungutem Befinden" kommen einige Tage bis Wochen nach der Einnahme. Ja, das ist schwammig formuliert, aber wer davon betroffen ist, weiß genau was ich meine, nicht wahr?
- bei Überdosierung von Nährstoffen kann es zur Überfunktion kommen, genau wie bei Medikamenten
Cytochrome P450
Es ist nicht einfach, sich das Thema Nicht-Verträglichkeit von Nährstoffen zu erschließen.
Hier ist ein Beitrag dazu, der das Problem gut erklärt. Allerdings ist er nur wirklich verständlich für Studenten der Biochemie: Enzymfamilie mit zentraler Bedeutung.
Ich versuche mal, das grob in eigenen Worten zu umreißen - wer es besser formulieren kann, schreibt mir bitte sehr gerne:
- ein geringer Teil der Bevölkerung hat einen angeborenen Defekt in der Leber, dabei geht es um die Cytochrome P450
- dies führt dazu, dass Wirkstoffe aus Medikamenten/Nahrungsergänzung nicht so wirken wie bei anderen und zu befremdlichen Reaktionen führen, die ganz individuell erlebt werden
Der Test auf Funktionsfähigkeit der Cytochrome P450-Enzyme soll sehr teuer sein. Wer damit Erfahrung hat, schreibt mir bitte.
Was können Betroffene tun?
Der verlinkte Artikel enthält eine Auflistung von Medikamenten, die bei Betroffenen anders wirken als bei anderen.
Dazu muss ich sagen, die aufgelisteten Medikamente sind die gängigen "Hammer" der Schulmedizin, die man sowieso tunlichst meiden sollte.
Relevant könnten sein Schmerzmittel, Antidepressiva, Antihistaminika, Betablocker ... Schilddrüsenmedikamente sind zum Glück nicht auf der Liste.
Was können Betroffene tun? Ich sehe diese Möglichkeiten:
- Medikamente durch pflanzliche Medizin ersetzen.
- Keine weiteren Experimente mit (teurer) Nahrungsergänzung.
- Mit Meeresalgen kochen. Diese enthalten Nährstoffe in natürlicher Zusammensetzung, die offenbar besser vertragen werden als die allerbesten Nährstoff-Produkte. Trotzdem kann es notwendig sein, Nährstoffe zusätzlich einzunehmen.

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