6 Fragen und Antworten

ume-wuerzessig

In diesem Beitrag geht es um den tollen Ume-Würzessig, der eigentlich kein Essig ist, sondern der saure Saft von eingelegten unreifen Aprikosen.

Das Besondere am Ume-Essig ist die Herstellung durch milchsaure Vergärung. Durch diesen Reifeprozess wird er gesundheitlich wertvoll und im Geschmack feiner. 

Allerdings vertragen das nicht alle Leute.

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Ume-Würzessig als Heilmittel für den Magen

Aus Umeboshi-Aprikosen wird eine Art Obstessig hergestellt, der einen sehr feinen sauer-salzigen Geschmack hat. Man verwendet ihn beim Kochen und in Salatsoßen als Würzmittel.

Die Früchte des ursprünglich in China heimischen Aprikosenbaums wurden dort bereits vor 2000 Jahren als Heilmittel besonders für den Magen geschätzt. Dazu gibt es ein Rezept hier: Was tun bei Magenschmerzen als Reaktion auf gesunde Ernährung?

Für die Herstellung werden im frühen Sommer die noch unreifen Früchte gepflückt. Sie werden mit Meersalz bestreut und in hölzernen Fässern eingelegt. Der Saft der eingelegten Früchte ist der sauer-salzige Ume-Essig. Er entsteht sozusagen als Nebenprodukt beim Reifeprozeß.

Vorsicht bei krankem Darm

Weil so viele Menschen lange Jahre nicht merken, dass schleichende Minimal-Entzündungen die Darmwand schädigen, haben so viele einen kranken Darm. Nach gewisser Zeit mit dem Kochen nach der Makrobiotischen Heilküche (MBH) regeneriert sich der Darm.

  • Bis zur Besserung des Zustands des Darms sollten alle mit Verdauungsstörungen wie Blähungen nach dem Essen, Aufstoßen, Sodbrennen ... den Ume-Essig erst mal nur vorsichtig einsetzen. 
  • Wer eine Histamin-Intoleranz hat, läßt erst mal den Ume-Essig ganz weg, weil er ein vergorenes Produkt ist. 
  • Bei anderen Intoleranzen = Unverträglichkeiten (Fruktose, Laktose, Sorbit ...) ist in der Anfangszeit der Ernährungsumstellung auf die MBH gewisse Vorsicht geboten. Meist ist Ume-Essig aber gut bekömmlich. 

Mehr zum kranken Darm und den MBH-Würzen steht im Beitrag: Shoju und Tamari - milde Würzen aus der Makrobiotischen Heilküche

Gesundheitlich wertvoll

Darüber streiten sich die Botaniker: Sind die Umeboshi nun Aprikosen oder Pflaumen? Keiner weiß das wohl so genau. Ist aber gar nicht schlimm, denn schließlich kommt es auf den Geschmack und den gesundheitlichen Wert an. ????

  • Fermentierte Umeboshi-Aprikosen werden in asiatischen Ländern gerne als Hilfe zur Verdauung eingesetzt. 
  • Man kann sie sowohl beim Kochen als auch pur als Hausmittel verwenden. Zum richtigen Einsatz gehören spezielle Kenntnisse.
  • Umeboshi-Aprikosen sollen gute Dienste leisten bei Fernreisen. Sie sollen eine neutralisierende Wirkung auf schädliche Bakterien haben und vor Durchfall schützen.
  • Eine positive Wirkung des Ume-Würzessigs und der eingelegten Früchte sind deren basenbildende Eigenschaften. Sie liefern einen Beitrag zum Ausgleich der negativen Wirkungen von Säure bildenden Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Zucker oder Fleisch.

Ume-Würzessig macht den Kohl bekömmlicher

In Kohlgerichten leistet Ume-Würzessig wirklich gute Dienste. Wichtig ist, gleich am Anfang der Kochzeit ein paar Tropfen zum Kohl dazu zu geben. Der Kohl wird so viel bekömmlicher. Das gilt für alle Kohlsorten.

Ume-Essig gibt es im Biohandel oder im Reformhaus. Er wird dort als „Ume-Su“ bezeichnet.

Andere fernöstliche Heilwürzen, die in der Makrobiotischen Heilküche (MBH) verwendet werden:

  • Schilddrüsenprobleme sanft und natürlich heilen
  • Leber entgiften
  • Anti-Entzündungs-Programm 
  • Hallo Frau Bruhn,

    Sie verwenden den Ume-Essig. Es gibt auch Ume-Paste und die ganze Frucht.
    Ich möchte gerne mehr Ume verwenden, bin mir über den Unterschied und die Wirkung nicht ganz klar.

    Liebe Grüsse,
    Y. Lenz

    • Hallo Yvonne,

      sehr gute Idee! Der Unterschied zwischen ganzen Pflaumen und Paste besteht hauptsächlich in Qualität und Preis. Paste ist natürlich billiger als die Früchte.

      Die Wirkung ist grob gesagt die selbe. Ein Tipp noch: Die Ume-Früchte enthalten viel Salz. Manchmal wird empfohlen, täglich eine zu essen. Das hat sich als zu viel vom Salz erwiesen. Ich würde sparsam damit umgehen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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