Miso ist eine universelle Würzpaste wie ein Brühwürfel. Am besten würzt man damit Gemüsesuppen leicht bis kräftig.
Miso ist ein hochwertiges fermentiertes Nahrungsmittel mit aktiven Bakterien.
Fermentieren heißt, dass aus den Grundzutaten in der langen Zeit der Reife ein gesundheitlich äußerst wertvolles Produkt geworden ist.
Woran erinnert uns das? Genau, an unser Sauerkraut, dessen Bekömmlichkeit auch auf Milchsäurebakterien beruht. Beim Miso kommt noch dazu:

Miso ist ein veredeltes Gesundheitsprodukt
Miso wird aus Sojabohnen und Gerste, Reis oder anderem Getreide hergestellt. Dazu kommt Salz und ein Starter (Koji), ähnlich wie der Schimmelpilz bei der Käseherstellung.
Durch den langen Reifeprozess des Fermentierens werden die Sojabohnen veredelt und super bekömmlich gemacht.
Das gilt übrigens auch für Shoju und Tamari, die als Nebenprodukte bei der Misoherstellung anfallen.
Miso bei Hashimoto-Thyreoidits
Es ist sehr traurig, dass Menschen mit der Diagnose Hashimoto-Thyroiditis denken, dass sie kein Miso essen dürfen, weil es auf Sojabasis hergestellt wird.
Es gibt eine Studie, der zufolge Soja das Krankheitsgeschehen beeinflussen könnte. Das war nur eine sehr kleine Studie mit wenig Aussagekraft, aber in Medizinerkreisen hat sie sich herumgesprochen.
Entscheidender Fehler: Diese Studie hat nicht fermentiertes Soja wie im Miso untersucht, sondern rohes Soja wie in Sojamilch, Sojawurst, Sojakäse und den vielen anderen Produkten. Diese sollte man tatsächlich meiden – und zwar alle Menschen, nicht nur Kranke.
Miso bei Histaminintoleranz
Miso ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen bei Histaminintoleranz.
Allerdings kommt es auf die individuelle Situation an und in welchem Stadium man sich befindet.
Die Bekömmlichkeit kann sich im Verlauf verbessern, wenn der Darm gesünder wird – zum Beispiel durch die Anwendung der Makrobiotischen Heilküche.
"Ich koche nun ca. 6 Wochen nach Deinem Programm, und ich fühle mich immer wohler! Seit kurzem vertrage ich – obwohl ich bisher sehr empfindlich auf Histamin reagiert habe – sogar Miso. Für mich persönlich ist das eine echte Überraschung!"
Marion, 47
Miso bei Pilzbelastung (Candida)
Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht geraten ist und sich Pilze breit gemacht haben, kann selbst bekömmliches Miso erst mal eine Herausforderung sein.
Die meisten Leute mit Darmpilzen (Candida) berichten von Bauchkneifen und/oder Blähungen. Das ist aber kein Grund, auf Miso zu verzichten. Es gibt einen Trick:
Kraftsuppe mit Miso
Wer gesundheitliche Probleme hat, kann von einer Misosuppe gleich am Morgen profitieren.
Eine Suppe oder ein Gemüse-Eintopf mit Miso ist
Habe heute Morgen Misosuppe und Reisbrei gegessen, und anschließend bin ich mit dem Fahrrad über den Strand gefahren und habe den Sonnenaufgang genossen. Meine Hände und Füße waren angenehm warm – ganz anders als sonst. Was für ein schönes Gefühl! Solche Momente zeigen mir, wie wertvoll die Ernährungsanpassung für mich persönlich ist.
Lydia, 34
Außerdem wird die Misosuppe häufig als basenbildend beschrieben. Deshalb nennt man sie auch den „Basenschuss“ am Morgen.
Viele empfinden das als wohltuend – besonders, wenn sie unter Schmerzen in Muskeln und Gelenken oder Magenschmerzen leiden, die sie selbst mit einer Übersäuerung ihres Körpers in Verbindung bringen.
Seit ich regelmäßig Misosuppe esse, habe ich das Gefühl, dass meine Magenprobleme besser geworden sind.
Markus, 44
Miso aus Tradition
Im Fernen Osten hat sich der Brauch einer Morgensuppe bis heute gehalten. Dort ist ein Frühstück ohne Misosuppe nicht denkbar.
Allerdings ist diese Misosuppe eher ganz dünn und man kann sie aus der Schale trinken.
In früheren Zeiten war es auch bei uns üblich, zum Frühstück neben dem Getreidebrei eine Gemüsesuppe zum Frühstück zu reichen.
Darin gab es auch Linsen und Bohnen und sie war wohl eher das, was wir heute als Eintopf kennen.

Gemüse-Eintopf/Suppe mit Broccoli und Miso
Warmes Frühstück
Die Suppe kann auf der Grundlage von Gemüse-, Fisch- oder Fleischbrühe zubereitet werden. Dann wird daraus eine Kraftbrühe mit all den positiven Wirkungen.
Ein weiteres Getränk braucht man nicht, denn eine Misosuppe – ob ganz dünn oder mit viel Gemüse - begleitet das Frühstück.
Misosuppe ist keine vollständige Mahlzeit. Dazu gibt es noch Brot mit Butter und einem Frühstücksei oder Reis oder Getreidebrei oder was sonst gerne gegessen wird.
Natürlich gibt es keine Vorschrift, nach der man Misosuppe nur am Morgen essen darf. Selbstverständlich passt sie auch zu jeder anderen Tageszeit. 🙂
Welches Miso schmeckt?
Das Angebot von Miso-Sorten ist reichhaltig.
Ganz wichtig: Auf keinen Fall kauft man es im Asienladen. Diese Produkte sind in der Regel aus industrieller Herstellung und werden im Schnellverfahren fermentiert.
Gute Sorten gibt es im Biohandel. Mein Tipp: Miso im Glas. So sind alle guten Inhaltsstoffe noch erhalten. In der Plastikverpackung ist es fast immer pasteurisiert.

keine Werbung - nur ein Hinweis von mir
Wer noch nie Miso gegessen hat, fängt am besten mit einer sanften Sorte an wie Reismiso.
Miso kann man ohne Kühlung längere Zeit aufbewahren. Bei richtig heißem Wetter muss es allerdings in den Kühlschrank.
Ich wünsche guten Appetit und heilsame Wirkung mit Miso!
Miso ist eines von vielen Heilwürzen aus der Makrobiotischen Heilküche (MBH). Es gibt noch mehr:
Beitrag aktualisiert: 30.08.25
Liebe Jutta,
ich habe einige Jahre in Japan gearbeitet- und schaetze Miso- auch Tamari, Meeresalgen,…
Jetzt arbeite ich wieder in den Bergen Nepals.
Miso (aus Japan) und Sojasauce gibt es nur in der Hauptstadt; die Qualitaet ist minderwertig.
Wie wichtig sind diese „exotischen“ Zutaten?
Herzlichen Dank!
Hallo Sabine, ja, ich habe gelesen, dass die Ernährung in Japan genau wie bei uns schlechter geworden ist in den letzten 30 Jahren. Zum Glück gibt es bei uns die Heilwürzen in Bio-Qualität und müssen nicht eingeführt werden. Wer sie nicht bekommt, kann die Makrobiotische Heilküche trotzdem durchführen. Das wäre ja schlimm, wenn das nicht ginge! 🙂
Herzliche Grüße
Liebe Frau Bruhn, ein sehr intressanter Bericht, vielen Dank dafür! Sie raten von rohem Soja ab „….rohes Soja wie in Sojamilch, Sojawurst, Sojakäse und die vielen anderen Produkte…“. Nun frage ich mich, wie es mit Tofu ausschaut? den gibt es ja auch fermentiert. Ich ernähre mich überwiegend vegetarisch bis zu vegan. Da wäre ab und an Tofu eine Abwechslung 😉
würde mich über Ihre Antwort sehr freuen und bedanke mich vorab!
Hallo Birgit,
wenn man mit Tofu richtig umgehen kann, ist ein wenig davon sicher nicht falsch. In Japan isst man Tofu mit Fisch zusammen in der Misosuppe.
Herzliche Grüße
Hallo Frau Bruhn,
haben Sie Erfahrung mit Natto-Miso? Meines ist gefriergetrocknet und gemahlen von der Firma Naturkraftwerke. Habe es mal geschenkt bekommen aber selten benutzt. Ist das ok bei Hashimoto oder sollte man es eher weglassen?
Viele Grüße,
Sylvia
Hallo Sylvia,
Natto ist sehr speziell. Allerdings ist Natto-Miso für uns Europäer schwierig zu essen, weil der Geschmack sehr besonders ist.
Ich würde das frische empfehlen. Mit gefriergetrocknetem Natto habe ich keine Erfahrungen.
Herzliche Grüße
Hallo Frau Bruhn,
dank Misosuppe sind meine Magenprobleme besser geworden. Vielen Dank und ein schönes Wochenende.
Viele Grüße
Daniela
prima!
Wollte nur mal anmerken, das das deutsche Schwarzwald Miso pasteurisiert ist. Leider. Hoffe, irgendwann gibt es noch mal eine unpasteurisierte Glasversion. Grüße Judith
Hallo Judith, vielen Dank für den guten Tipp! 🙂 Stimmt genau, vielleicht sollte man mal anrufen?
Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn
Hallo Frau Bruhn,
eigentlich wollte ich umpasteurisiertes Miso da sie darauf hinweisen wenn ich mich richtig erinnere.Jetzt habe ich Reis Miso von der Firma Danival bekommen und prompt lese ich pasteurisiert. Weil ich an meinen Darm gedacht habe bei meiner Bestellung, bin ich jetzt enttäuscht. Sind in diesem Miso überhaupt noch Enzyme?Es wird in Frankreich hergestellt und offenbar in Gläsern pasteurisiert aber das wissen sie ja. Fährt man da bei Arche besser? Ich mache selbst Sauerkraut in Gläser damit ich kein pasteurisiertes Kraut beim Kauf erwische. Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar. Gruss Gisela Wagner
Hallo Gisela, ja, man muss aufpassen beim Kaufen. Ich nehme seit über 20 Jahren das Onosaki-Miso von Fa. Arche.
HG Jutta Bruhn
Guten Abend Frau Bruhn,
ich lese ab und an Ihre Beiträge und obwohl ich schon viel weiß finde ich immer wieder etwas neues. Das machen Sie sehr gut. Leider habe ich beim genauen lesen einen Widerspruch feststellen müssen. Sie schreiben es sollte unpasteurisiert sein, aber schreiben das Sie von der Firma Danival das Miso nehmen. Hab ich auch zu Hause (Reismiso, in der LPG gekauft) und da steht auf dem Glas pasteurisiert.
Ansonsten machen Sie weiter so, alles Gute und bleiben Sie schön gesund.
Mit freundlichen Grüßen
Mario
Hallo Mario, danke für das Lob! Ja, man muss immer schön aufpassen, was sich ändert. Wenn es im Moment kein nicht-pasteurisiertes Miso von dieser Firma gibt, muss man woanders suchen. Ich bevorzuge das Onosaki-Miso von Fa. Arche.
Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta
Hallo Frau Bruhn, ich möchte gerne Hatcho Miso in einer größeren Menge kaufen, finde aber keine Adresse dafür. Könnten Sie mir bitte einen Tipp geben. Vielen Dank! Barbara
gerne, ich würde es hier versuchen: http://www.makrobiotik.com/
Hallo, ich finde es alles ganz interessant. Ich habe Hashimoto und seit anfang des Jahres ist mir unter anderem meine Histaminintolleranz bekannt. Ich würde die Misosuppe gern ausprobieren, aber verträgt sich denn Miso bei Histamninunverträglichkeit? Da Miso ja aus Soja bstseht und fermentiert ist, ist es doch sicherlich voll mit histamin, oder?
Hallo, man macht es so: Das Miso muss kurz aufkochen, dann ist es bekömmlicher. Sobald die Histaminintoleranz vorüber ist, kann Miso auch in den Teller eingerührt werden.
Viele Grüße aus Berlin
Jutta Bruhn
Hallo Danke für die Info. Mich interessiert ob die guten Milchsäurebakterien erhalten bleiben wenn man Miso in der Suppe kocht? Wie lange darf man es kochen? Beim Sauerkraut und Kimchi gehen sie ja verloren oder?
Gruss Gaby
Hallo Gaby, genau deswegen kocht man das Miso ja nicht, sondern rührt es nur in die fertig Suppe ein.
Nein, Sauerkraut etc. baut diese Bakterien ja erst durch die Fermentation auf.
Viele Grüße aus Berlin
Jutta Bruhn
Sehr geehrte Frau Bruhn,
jetzt habe ich mich durchgerungen ein MISO zu kaufen. Ich habe ein Genmai Miso gekauft. Mich hat der teure Preis immer abgehalten davon. Jetzt habe ich ein Sonderangebot gesehn und mir gleich 1kg bestellt für 14Euro. Qualitativ hochwertig, unpasteurisiert. Ich hoffe sehr, dass es mir gefallen und schmecken wird, denn ich mag Suppen sehr gerne und würde mich freuen wenn ich diese aufwerten kann.
Jetzt noch eine Frage: Wie bewahre ich dieses kostbare Miso denn auf (1kg)?
Mit freundlichen Grüßen
Viktor
Hallo Viktor,
ich hoffe, dass es wirklich ein Schnäppchen war. Das gute Miso (Onosaki) von der Firma Arche kostet auch nur knapp 20 Euro das Kilo. Ein ganzes Kilo reicht für eine Person 3-4 Monate bei einem Verbrauch von 1 Teelöffel pro Tag.
Aufbewahrt wird Miso einfach so. Es muss nur bei großer Hitze im Sommer in den Kühlschrank.
Viele Grüße
Jutta Bruhn
Hallo, vielen Dank für die wertvollen Tipps. Ist es nicht üblich noch einDashi dazuzugeben? Damit es mehr nach Fisch schmeckt.
Liebe Grüße
Marta
Hallo Marta,
danke für die Anregung! Dashi (Wikipedia) ist ein Suppenstock aus Fisch und wird in der japanischen Küche verwendet. Das wäre eine interessante Abwechslung. Aber mir geht es nicht ums japanische Kochen, sondern um einfache gesunde Küche.
Deshalb nehme ich das tolle Gerstenmiso oder die Sojasoße zum Würzen einer Gemüsesuppe. Da passt auch Fisch rein, aber Dashi muss nicht sein.
Viele Grüße
Jutta Bruhn
Hallo!
Ich habe die Misosuppe jetzt schon in mehreren Variationen ausprobiert und finde sie supertoll! Bisher hatte ich noch keinerlei Erfahrungswerte für Miso. Schade, dass ich das nicht schon früher gewusst habe. 😉
Jedenfalls schmeckt es gut und tut gut! Vielen Dank, dass es diesen Blog gibt!
Zuletzt habe ich die Suppe nur mit Algen und Kräutern gemacht und dazu (statt Gemüse) meine rohen Wildpflanzen verzehrt – vor allem viele Lindenblätter. Zur Ergänzung dann noch Hülsenfrüchte, Reis oder Fisch. Lecker!
Liebe Grüße,
Inga