Kochen nach der Makrobiotischen Heilküche – wie gelingt das mit Kindern ohne Stress und ständige Diskussionen?
In diesem Beitrag zeige ich erfahrungsbasiert, wie sich die Ernährung Schritt für Schritt in den Alltag mit Kindern integrieren lässt.
Eine Leserin schrieb:
"Wir haben alle Allergien und Unverträglichkeiten. Meine Frage ist, wenn ich nach der Makrobiotischen Heilküche koche, kann das Mittagessen für die ganze Familie sein? Meine Kinder sind 14, 12, und 2. Wir haben schon Milch weggelassen und Zucker fast auch. Es ist nicht einfach, das können Sie mir glauben 🙂"
Meine Antwort auf diese Frage:
Kochen für die ganze Familie
Die Makrobiotische Heilküche ist eine schlichte Basisernährung für Gesunde und Kranke.
Besonders das warme Frühstück kann bei Hashimoto oder Darmproblemen eine Hilfe sein.
Die ganze Familie kann mitmachen. Ich halte es nicht für nötig, für ein Familienmitglied besonders zu kochen, auch nicht für Kinder.
Alle können alles essen. Meine Rezepte sind darauf ausgerichtet.
Die Umsetzung gelingt, wenn man das Essen wie für ein Büffet kocht und anrichtet, so dass sich jeder selbst nach Bedürfnis bedienen kann. Wer etwas nicht mag, nimmt halt nicht davon.
Verantwortung für die Gesundheit
Wer für die Familie kocht, gestaltet einen wichtigen Teil der Gesundheit.
Der Köchin ist traditionell die Verantwortung über die Gesundheit der ganzen Familie übertragen.
Egal ob man Kinder oder Erwachsene versorgt: Wer kocht, entscheidet was es zu essen gibt und was nicht.
Wie fängt man am besten an?
Jeder kann schon mal sofort anfangen, Sachen wegzulassen wie Zucker oder Fertiggerichte.
Als ersten Schritt kann das übliche Essen anders gekocht werden. Das ist nicht unbedingt zu schmecken.
Hier sind erst mal drei Tipps dazu:
Ungewohntes warmes Frühstück
In der ganzen Welt wird seit Jahrhunderten morgens warm gefrühstückt.
Bei uns hat sich dagegen ein kaltes Frühstück etabliert, nur der Kaffee ist heiß.
Deshalb ist meist die größte Umstellung für die ganze Familie das warme Frühstück. Es ist die größte Änderung im Essverhalten, wenn es bisher Müsli gab.
Wie gut und richtig ein warmes Frühstück mit Gemüsesuppe und gekochtem Getreidebrei statt Müsli ist, das merken viele:
"Die morgendliche Suppe war echt ein Game-Changer für mich. Schon sie alleine hat erreicht, dass es mir sehr schnell besser ging."
Hier ein paar Tipps und Anregungen aus dem reichhaltigen Angebot:
Mehr zum Thema in diesem Beitrag: Was ist ein gesundes Frühstück?
Kochen für Kinder
Für Kinder zu kochen ist kein einfacher Job, das weiß ich. 😉
Zunächst mal rate ich, gegenüber Kindern nicht von "gesundem Essen" zu sprechen.
Eine Leserin schrieb: " 'Mama, immer du und dein gesundes Essen.' Aber außer Allergien hat die 12jährige auch Hashimoto. Sie hat Probleme mit Darm wie alle. Wenn ich die Rezepte ausprobiere, merkt sie selber, dass es ihr besser geht."
Dass die Gesundheit von der Ernährung abhängt, kann man je nach Alter der Kinder bei passender Gelegenheit mal erwähnen oder ihre Fragen dazu beantworten.
Direkt beim Essen würde ich nicht darüber reden.
Ich würde lieber eine Politik der kleinen Schritte befolgen und auf keinen Fall die ganze Ernährung auf einmal umstellen. Das macht kein Kind mit.
Ich spreche leider aus Erfahrung. Diesen Fehler habe ich nämlich mit meiner damals 14jährigen Tochter gemacht. Sie mußte erleben, dass von einem Tag zum anderen keine "ungesunden" Sachen mehr da waren und es ständig Brokkoli gab. Die Ärmste!
Langsam Neues einführen
Auf keinen Fall sollte man Kindern die Umstellung in einem Schritt zumuten, sondern langsam:
Essen soll schmecken und satt machen
Oberster Grundsatz: Essen soll schmecken und satt machen.
Was schmeckt, darüber kann man bekanntlich nicht streiten. Sollte man auch nicht.
Deshalb geht es nur mit Ausprobieren, was ankommt und gerne gegessen wird.
Tipp: Wir brauchen im Grunde nur etwa 10 bis 15 verschiedene Gerichte, die sich ein Leben lang wiederholen. Mehr wollen wir eigentlich gar nicht.
Deshalb ist es nicht nötig - und schon gar nicht bei Kindern - ständig neue Rezepte auszuprobieren. Lieber rausfinden, was schmeckt und dann wiederholen.
Es ist sogar toll, ein bestimmtes Essen an einem bestimmten Wochentag zu wiederholen. Bei uns zu Hause war es der Samstag, an dem es Eintopf (genauer: Brühnudeln) gab.
Frage: wer erinnert sich an den Tag, an dem es in der Kindheit immer ein bestimmtes Essen gab? Schreibt es gerne unten in die Kommentare, wir sind gespannt.
Eine Übersicht zum Thema gibt es hier: Makrobiotische Heilküche
Keinen Zucker mehr?
Es gibt garantiert Protest, wenn es gar nichts Süßes mehr gibt. Das wäre auch falsch.
Alle Menschen brauchen den süßen Geschmack und man sollte dafür sorgen, dass Kinder täglich etwas Süßes bekommen - nur eben nicht Zucker.
Es ist keine schlechte Taktik, wenn man die neue Ernährung nach der Makrobiotischen Heilküche mit süßen Nachtischen startet.
Dazu mein Tipp: Jeden Tag einen anderen Nachtisch aus dem Ebook "Süßes ohne Zucker" servieren und schon hat man einen Fuß drin in der Ernährungsumstellung.
Die Kinder werden das Neue mögen, da bin ich sicher. 🙂
Vorbild sein
Wer so kocht, dass es schmeckt und dieses Essen mit Genuß verzehrt, wird ein gutes Vorbild für andere sein. Die Erfolge tun dann ein übriges:
Seit 3 Wochen mach ich mir schon das warme Frühstück und hab mir jetzt auch die e-books gekauft. Danke! Ich fühl mich so gut, wie schon seit Monaten nicht mehr!!!!! ... und hab 4 Kilo abgenommen.
Auf keinen Fall sollte man für Kinder anders kochen als für den Rest der Familie. Das wäre viel zu arbeitsaufwändig und auch nicht richtig.
Die Makrobiotische Heilküche ist für alle Menschen geeignet als Basisernährung. Deshalb kocht man so, wie es am besten schmeckt und die Kinder essen mit. 🙂
Was ist Makrobiotische Heilküche?
Beitrag aktualisiert am 18.03.2025


