Ute ist 50 Jahre alt und selbstständige Beraterin.
Sie hatte Schilddrüsen-Überfunktion, genauer: Morbus Basedow. So nennt man die akute Überfunktionssituation, bei der der Körper vorübergehend unkontrolliert viel mehr Hormone produziert werden als nötig.
Utes Erfahrungsbericht zeigt, wie sie persönlich die Zeit mit dieser Diagnose erlebt hat und welche Rolle dabei die Makrobiotische Heilküche für sie gespielt hat.
Ich habe sie damals gefragt, was sie denn gemacht hat. Hier ihre Antworten:
Interview: Erfahrung bei Überfunktion
Hallo Ute! Die meisten Leute machen in meinem Mitgliederprogramm "Schilddrüse managen" mit, weil sie die Diagnose Hashimoto und Unterfunktion haben.
Sie hatten aber die Diagnose Morbus Basedow. Dabei geht es um Überfunktion. Hat das Programm trotzdem was gebracht?
Ute: (lacht) ja, hat es. Was mich von Anfang an überzeugt hat, war dass es hieß, dass eine Autoimmunerkrankung ganz oft mit einem geschwächten Darmmilieu in Verbindung gebracht werden. Und das schien bei mir zuzutreffen.
Ich hatte das schon geahnt, weil ich zwei Jahre vor der Diagnose „Morbus Basedow“ mit starken Verdauungsbeschwerden zu kämpfen hatte. Auch mit ungewolltem Gewichtsverlust, Durchfällen, Magenbeschwerden.
Ich konnte kaum noch außerhalb essen, weil ich danach oft mit Durchfall reagiert habe. Dazu kamen Sodbrennen, unangenehmer Mundgeruch und manchmal Schmerzen. Ich habe das lange nicht in den Griff bekommen.
Wie ist es Ihnen im Laufe des Kurses mit den Symptomen/Beschwerden gegangen?
Ute: Ja, die Beschwerden haben sich für mich spürbar verändert. Der Darm hat sich beruhigt, der Oberbauch war nicht mehr so gereizt. Hört sich komisch an, aber nach dem Essen hatte ich oft das Gefühl, dass mein Bauch zufrieden war. Man merkt das ja, ob sich Essen stimmig anfühlt oder nicht.
Auf jeden Fall gibt es schnelle Erfolge. Ich bin total dankbar, dass ich gelenrt habe, dass das Kochen Spaß macht und auch praktikabel ist und wirkt!
Für mich waren es damals schnell spürbare Verbesserungen.
Und heute, wie geht es jetzt?
Ute: Ich kann inzwischen wieder kleine Mengen Gluten vertragen. Das empfinde ich als große Erleichterung, zum Beispiel wenn ich mal Gerste essen möchte.
Verdauungsmäßig geht es mir wirklich sehr gut, solange ich so esse, wie ich es im Kurs gelernt habe. Man kann sagen, eigentlich hab ich aktuell kaum noch Verdauungsprobleme.
Was noch da ist, ist die Erschöpfung, manchmal die Konzentrationsschwäche, Fahrigkeit, Vergesslichkeit oder so was.
Was war denn das Wichtigste, was Sie im Kurs gelernt haben?
Ute: Oh, da war ganz vieles. Ein großes Aha-Erlebnis für mich war: Das Getreide bekömmlich zu machen. Also Getreide einzuweichen. Nachdem ich jahrzehntelang Vollwertkost gegessen hatte, war das von der Bekömmlichkeit her ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Wie war das mit den eher unbekannten Zutaten wie Miso oder Shoju/Tamari?
Ute: Ich fand das sehr spannend. Alles Neue war in Häppchen präsentiert, so dass ich mich nicht überfordert gefühlt habe.
Und die Argumente haben immer für sich gesprochen. Zutaten wie Miso sind ja sehr alte traditionell herstellte Produkte, die schmecken. Ich esse jetzt jeden Morgen Misosuppe, darauf kann ich nicht mehr verzichten.
Sogar mein Mann hat aufgehört Kaffee zu trinken und isst jetzt Misosuppe!
Und die Zeit zum Kochen? Das ist ja immer die große Frage, wenn man berufstätig ist.
Ute: Ich gehe da generalstabsmäßig ran. Das heißt ich koche eher größere Mengen für einige Tage im voraus. Ich hab das immer auf dem Schirm, dass ich Getreide, gepresstes Gemüse und Hülsenfrüchte fertig habe. Und immer wenn etwas alle ist, koche ich Neues.
Dadurch kann ich mir immer Essen zusammenstellen wie ich lustig bin. Manchmal gibt es noch Salat dazu oder ich würze es anders. Auf jeden Fall ist das Essen sehr abwechslungsreich.
Man merkt es aus jeder Faser der Texte im Kurs, dass Sie das alles selber machen und dass da jahrelange Erfahrung drin steckt. Das Praktische, das kommt gut rüber, das finde ich Klasse an dem Kurs.
Danke für das Lob! Ute, auch bei Ihnen war nicht immer alles gleich klar und es gab Fragen. Wie waren meine Antworten darauf?
Ute: Sie waren immer direkt präsent und haben prompt reagiert. Ich bin mir nie blöd vorgekommen wegen meiner Fragen, sondern Sie sind sehr wertschätzend darauf eingegangen und ich konnte auch immer was damit anfangen. Völlig klar war, dass Sie keine individuellen medizinischen Auskünfte geben dürfen.
Wenn jemand zögert, das Mitgliederprogramm zu buchen, welchen Tipp kann man geben?
Ute: Wer nicht gleich mit dem Kurs loslegen will, sollte vorher unbedingt die "Schilddrüsentipps" bestellen. Dann lernt man kennen, wie Sie arbeiten.
Welche Wünsche sind jetzt noch offen?
Ute: Was ich noch nicht so viel ausprobiert habe sind die Nachtische und die Meeresalgen. Hm, was noch? (überlegt lange) Also ich bin schon sehr zufrieden.
Wie geht es weiter mit der Ernährung?
Ute: Was ich jetzt mache ist langsam mal wieder Sachen zu essen, die ich lange nicht hatte. Zum Beispiel Sauerkraut, erstmal gekocht, später roh. Knoblauch vertrage ich jetzt auch wieder. Vor einem halben Jahr hatte ich noch das Gefühl, dass ich keinen Fisch, kein Lamm, kein Rind essen kann. Das geht jetzt wieder.
Das hört sich ja alles ganz prima an! Ich danke für das Interview.
Behandlung des Morbus Basedow
Die schulmedizinische Behandlung eines akuten Entzündungsschubs bei Schilddrüsenüberfunktion besteht in der Gabe sogenannter Thyreostatika – also Medikamenten, die die Hormonproduktion der Schilddrüse hemmen sollen.
Typischerweise werden diese Mittel über einen Zeitraum von einem Jahr oder länger verabreicht. Bei vielen Basedow-Patienten kommt es nach der Beendigung der Medikamenteinnahme zu einem erneuten Auftreten der Überfunktion.
In manchen Fällen wird dann eine nahezu vollständige Entfernung der Schilddrüse als medizinisch notwendige Maßnahme empfohlen.
Die Operation führt in der Regel zu einer Unterfunktion – diese gilt als besser kontrollierbar, da bei einer Überfunktion unter anderem das Risiko von Herzrhythmusstörungen bestehen kann.
Ute berichtet, dass sie nicht den üblichen Weg gehen musste. Sie hat sich stattdessen auf eine Ernährungsumstellung nach der Makrobiotischen Heilküche konzentriert.
"Ich habe nach vier Monaten mit dem Essen nach der Makrobiotischen Heilküche in Absprache mit meinem Arzt meine Schilddrüsen-Tabletten absetzen dürfen und das ging aus meiner Sicht rasant schnell.
Heute nehme ich aktuell keine Medikamente mehr – auch meine Antikörperwerte sind zurückgegangen.
Damals hatte mein Arzt zur Entfernung der Schilddrüse geraten. Inzwischen steht dieser Eingriff nicht mehr im Raum. 🙂 🙂 🙂 "
Hallo, ich bin
Jutta Bruhn
Autorin, Heilpraktikerin und Gründerin der Makrobiotischen Heilküche.
Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Ernährung Körper und Seele ins Gleichgewicht bringt.
In meinen Programmen und Ebooks zeige ich, wie einfache, warme und natürliche Küche Beschwerden wie Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder hormonelles Ungleichgewicht spürbar lindern kann.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information rund um Ernährung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine ärztliche oder medizinische Fachperson.


