Ständiger Heißhunger auf Süßes ist nicht einfach nur „mangelnde Disziplin“.
Wenn der Jieper auf Süßigkeiten erst mal da ist, dann nützt kein Reden und kein guter Wille, der Schokoriegel ist in Null Komma Nichts vertilgt. Danach ist Zeit für Reue und den Gang zur Waage.
Sind Leute mit Schilddüsenproblemen oder Hashimoto so willensschwach, weil die meisten so gerne naschen? Nein, Willensschwäche ist das nicht.
Häufig spielt der Blutzucker dabei eine größere Rolle, als man denkt. Wenn der schwankt und niedrig ist, dann kommt der Jieper auf Süßigkeiten.
Wie gewinnt man diesen Kampf?
Nicht unbedingt dadurch, dass man sich Süßigkeiten noch strenger verbietet. Viel wichtiger ist es, täglich eine passende Menge Fett im Essen zu haben, damit man so richtig satt wird.
In diesem Beitrag geht es genau um dieses Fett. Ich zeige auch, welche Rolle das Frühstück spielt und gebe praktische Tipps zum richtigen Fett.
Woher kommt die Unterzuckerung und was hilft im Akutfall?
Nach meiner Erfahrung kann wiederholte Unterzuckerung darauf hinweisen, dass die Regulation des Blutzuckers aus dem Gleichgewicht geraten ist, weil die Bauchspeicheldrüse nicht mehr so stabil arbeitet wie zuvor.
Somit sinkt der Blutzucker schneller ab und der Körper verlangt rasch nach Energie.
Wird in diesem Zustand etwas Süßes gegessen, steigt der Blutzucker zwar kurzfristig an, fällt jedoch ebenso schnell wieder ab. Dadurch kann sich der Süßhunger erneut verstärken.
Mehr Fett essen statt Süßigkeiten
Das kennen viele Leute: Der Verzicht auf Zucker in Schokolade, Kuchen und anderem Süßen fällt mehr als schwer. Dazu möchte ich einen Tipp geben:
Nicht immer, aber ganz oft kommt der Jieper auf Süßes daher, dass zu wenig Fett im normalen Essen ist.
Denn uns wird seit Jahrzehnten erzählt, dass man fettarm essen soll. Dahinter steckt die Angst vor Herzkrankheiten und vorm Dickwerden.
Aber das Gegenteil ist wahr.
Denn gerade die, die am Fett sparen, werden kränklich und dick. Der Körper läßt sich nicht so leicht überlisten. Wer am Fett spart, nascht später am Tag oder abends und holt sich das fehlende Fett über die Schokolade.
Dass es so ist, erkennt man zum Beispiel an der Werbung für Eis. Da schleckert eine junge Frau genüßlich ein dickes Vanilleeis mit Schoko-Überzug und es heißt: "Das gönn ich mir."
Genau das ist es aber: Die Butter wird nur aufs Brot gekratzt und dann gönnt man sich ein fetthaltiges Eis.
Tatsache ist: Der Körper verlangt das nötige Fett, das er braucht.
Und so kommt es, dass nach der jahrelangen Propaganda "fettarm" die Menschen immer dicker werden. Jedoch nicht vom Fett, sondern zu einem großen Teil von Süßigkeiten, zum anderen Teil über Kohlenhydrate, aber das ist ein weiteres Thema.
Typisch bei Unterfunktion und Hashimoto: Heißhunger durch Unterzuckerung
Wenn der Blutzucker zu weit abrutscht, kann plötzlich intensiver Süßhunger entstehen.
Bei Menschen mit Schilddrüsenproblemen oder Hashimoto zeigen sich solche Schwankungen erfahrungsgemäß häufiger.
Ein dauerhaft instabiler Blutzucker kann mit Symptomen einhergehen wie
und einer enormen Menge weiterer Symptome.
Das Verzwickte daran: Diese Symptome sind so unterschiedlich und vielfältig, dass eine Zuordnung in der Regel gar nicht möglich ist.
Kommt hinzu, dass sie auch noch ganz nach Persönlichkeit geprägt sein können.
Zur Orientierung, was alles bei Unterzuckung vorkommen kann, habe ich eine lange Liste aufgeführt: Unterzuckerung erkennen
Als Lösung des Problems biete ich die Ernährung nach der Makrobiotischen Heilküche an. Damit habe ich jahrzehntelange Erfahrung, wie es durch die ausgewogene Zusammensetzung der Mahlzeiten zu einem stabileren Blutzucker kommen kann, wie es diese Teilnehmerin erfahren hat:
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Ich fühle mich auf jeden Fall energiereicher, antriebsvoller, die Müdigkeit hat sich reduziert, die Kreativität zeigt sich wieder . . . und was gaaaaanz große Klasse ist, den ständigen Hunger und Heißhunger habe ich im Griff, wenn ich auf die richtige Menge Kokosöl achte. Den Erfolg hatte ich bei der 5- Elemente-Kost nicht und schon gar nicht bei der Rohkost. Herzlichen Dank, mein chaotisches Essverhalten scheint vorüber.
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Wie vermeidet man ständigen Heißhunger auf Süßes langfristig?

sorgt vor gegen Heißhunger: Frühstück mit Butterbrot und weich-gekochtem Ei. Gekochtes Gemüse dazu (z.B, Kohlrabi) bringt Leichtigkeit.
Meine folgenden Tipps gelten nicht nur für die schnelle Hilfe im Moment, sondern sollten auf Dauer befolgt werden. Die Hauptregel heißt:
Neben Kohlenhydraten sollte jede Mahlzeit unbedingt Fett und tierisches Eiweiß enthalten. Vor allem zum Frühstück.
Tipp Nr. 1: Tierisches Eiweiß kann helfen, den Blutzucker zu stabilisieren
Tierisches Eiweiß ist Fisch, Geflügel, Fleisch, Eier.
- ein Bio-Ei zum Frühstück
- mittags Fisch oder
- etwas Fleisch (es muss nicht viel sein)
- abends vielleicht etwas weißfleischigen Fisch
- Männer benötigen oft mehr Tierisches als Frauen
- auch Kinder sollten so essen, natürlich in kleinen Mengen individuell angepaßt
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Mein Zuckerspiegel hat sich so positiv verbessert. Habe keine Heißhungerattacken mehr. Das war so schlimm, musste immer einen Müsliriegel in der Tasche haben, für den Notfall.
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Tipp Nr. 2: Fett kann helfen den Blutzucker zu stabilisieren
Fett gehört in jede Mahlzeit, egal ob warm oder kalt.
Am besten geeignet ist eine reichliche Portion hochwertiges Kokosfett in jedem Essen.
Auch Butter ist ein sehr gutes Fett.
Olivenöl und andere pflanzliche Fette spielen eine untergeordnete Rolle.
- alle Mahlzeiten mit Kokosfett zubereiten
- Gemüse in Kokosfett andünsten
- nie fettarm essen
- für süße Nachtische kann man Kokosmilch verwenden
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Ich finde es sehr angenehm, so eine gute Menge Kokosöl essen zu dürfen. Der Süßhunger reduziert sich dadurch sehr deutlich.
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Tipp Nr. 3: Weniger Getreide essen
Gemeint ist vor allem, dass man nicht denken sollte, sich an Getreide satt zu essen, weil es ja so gesund ist.
Natürlich ist Getreide wertvoll, aber wenn die Blutzuckerregulation instabil ist, kann zu viel Getreide belastend für die Verdauung sein.
- auf Brot, Knäcke, Reiswaffeln etc. gehört gute Bio-Butter
- Reis und andere glutenfreie Getreide bevorzugen
Merke: Die Sättigung kommt von Eiweiß und Fett, nicht so sehr von Getreide
Den Tag anfangen mit dem richtigen Frühstück
Nach diesem Vorschlag empfehle ich jeden Morgen zu frühstücken.
Der Erfolg besteht darin, dass man lange satt ist und sich in den nächsten Stunden kein Heißhunger einstellt.
Zum Frühstück könnte es geben:
Mehr Tipps und worum es genauer geht beim Frühstück steht in diesem Beitrag: Was ist ein gesundes Frühstück?
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Guten Morgen, ich fasse es nicht. Ich bin erst seit drei Tagen im Kurs "Schilddrüse managen". Ich bin schon länger auf dem glutenfrei und zuckerreduzierten Trip - bin aber immer wieder am Heisshunger gescheitert. Herrjeh. Hätte man mir doch mal früher gesagt, dass Kokosfett den Heisshunger stillt. Ich bin satt und wach!
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Welches Fett sollte man essen?
Sehr gute Fette sind Kokosfett, Bio-Butter und natives Olivenöl.
Das gesundheitlich beste Fett ist das Kokosfett. Manche nennen es auch Öl, das ist egal, es ist immer dasselbe. Kalt ist es fest wie Fett, warm ist es flüssig wie Öl.
Wer Schilddrüsenprobleme hat, dem empfehle ich dringend, täglich reichlich Kokosfett zu verwenden.
Wie verwendet man Kokosfett?
Man nimmt es für einfach alles.
- Gemüse wird darin gedünstet (pro Person mindestens 1 gehäuften EL)
- Fisch und Fleisch wird in Kokosfett gebraten
- Suppen, Eintöpfe werden mit Kokosfett zubereitet
- auch für Nachtische paßt Kokosfett
Also los, wer endlich wegkommen will von Heißhunger und den Süßigkeiten kocht ab heute mit deutlich mehr Kokosfett. 🙂
Hallo, ich bin
Jutta Bruhn
Heilpraktikerin mit über 30 Jahren Erfahrung. Autorin von E-Books und dem Kursprogramm „Schilddrüse managen“. Als Gründerin der MB-Heilküche unterstütze ich Menschen mit Schilddrüsenproblemen, Hashimoto und Verdauungsbeschwerden dabei, Wohlbefinden und Lebensqualität mit einfachem Essen zu fördern.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information rund um Ernährung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine ärztliche oder medizinische Fachperson.
aktualisiert am 01.10.2026


Hallo Linda, natürlich kann man mal im Winter etwas Zimt verwenden. Die Menge, die man bräuchte um eine entzündungshemmende Wirkung zu erzielen, ist allerdings nicht empfehlenswert.
Hallo Frau Bruhn,
Ich würde ja gerne kokosfett verwenden, bekomme davon aber verstopfung.
Viele Grüße
Isa
Hallo Isa,
Kokosöl wirkt in der MB-Heilküche normalerweise verdauungsfördernd. Wenn es bei Ihnen Verstopfung auslöst, zeigt das, dass Ihre Ernährung insgesamt noch nicht stimmig ist. Genau da setzt die MB-Heilküche an – um solche Reaktionen sanft zu regulieren.
Mehr Unterstützung finden Sie im Onlineprogramm „Schilddrüse managen“, falls Sie tiefer einsteigen möchten.
Herzliche Grüße
Hallo Jutta,
Ich habe ausgeheilte Hashimoto und ernähre mich schon seit Jahren glutenfrei. Dadurch habe ich 2kg abgenommen, was ich bei einem Normalgewicht von 52kg und 1,70 Größe nur ungern tat. Die makrobiotische Heilküche tut mir sehr gut, aber leider purzeln jetzt noch mehr Kilos. Kann ich dagegen etwas tun?
Liebe Grüße
Gertraud
Hallo Gertraud,
wenn trotz stabiler Schilddrüse weiter Gewicht verloren geht, liegt oft eine unerkannte Überfunktion oder ein energetisches Ungleichgewicht vor. In der MB-Heilküche schauen wir genau auf solche Zusammenhänge – auch jenseits der klassischen Diagnostik.
Im Onlineprogramm „Schilddrüse managen“ gehe ich vertieft auf diese Themen ein – vielleicht ist das interessant für Sie?
Herzliche Grüße
Liebe Jutta,
mit dem warmen Frühstück, Gemüsesüppchen, Ei, Butter und glutenfreies, selbstgebackens Brot bin ich deutlich länger satt als vorher. Allerdings schaffe ich es nich immer ohne Zwischenmahlzeit.
Esse dann Reis oder Maiswaffeln mit Butter. Leider habe ich auch wieder abgenommen, bin eh schon untergewichtig. Hast Du einen Tipp
wie ich noch länger satt bin und auch nicht weiter abnehme? Esse regelmäßig Ei, Fleisch oder Fisch. Esse auch ordentlich Fett, und zu jeder Mahlzeit gekochtes Gemüse.
Danke für alle Tips,
Liebe Grüße,
Margrit
Hallo Margrit,
das klingt zwar nach einer gesunden Ernährung – aber nicht ganz nach MB-Heilküche. Zwischenmahlzeiten mit Waffeln passen nicht. Bei Untergewicht liegt manchmal eine unerkannte Überfunktion vor.
Herzliche Grüße