Frierst du leicht? Hast du ständig kalte Hände und Füße? Mußt du abends heiß duschen, damit du schlafen kannst?

Ständig oder leicht frieren ist eines der Hauptbeschwerden bei Schilddrüsenunterfunktion. Denn die Schilddrüse ist für die Regulation der Körpertemperatur zuständig.

Um nicht mehr so zu frieren, kann man mit der Ernährung einiges tun. Erste Hilfe kann sein, die zur Jahreszeit passenden Gemüse zu essen.

  • weglassen sollte man Gemüse, die kühlende Wirkung auf den Körper haben
  • essen sollte man Gemüsesorten, die wärmende Wirkung haben

Ob allein das Beachten der kühlenden oder wärmenden Wirkung von Gemüse schon Erfolg bringt, hängt davon ab, in welchem Stadium der Unterfunktion man ist. Es gibt ein Früh- und ein Spätstadium. Der im Labor gemessene TSH-Wert spielt dabei keine Rolle.

Stadium 1: Allein wärmende statt kühlende Gemüse zu essen kann ausreichend sein bei mäßiger oder früher Schilddrüsenunterfunktion. Meist geht es dabei nur um das häufige Symptom „leicht frieren oder frösteln“.

Stadium 2: Bei extremer Kälte von Händen und Füssen ist die Schilddrüse nicht mehr in früher Unterfunktion. Dann muss man mehr tun mit Ernährung und Naturheilkunde, um die Schilddrüse anzukurbeln. Trotzdem werden die Tipps zu den Gemüsen schon einen Anfangserfolg bringen, da bin ich sicher. 🙂

Kalte Hände und Füße durch falsches Essen

Kalte Hände und Füße kommen nicht allein vom falschen Gemüse. Ein weiterer Grund ist Ernährung, bei der das Hauptgewicht auf nicht gekochte Kost gesetzt wird wie bei

  • Müsli, Frischkornbrei
  • rohes Gemüse
  • viel rohes Obst
  • Milchprodukte wie Jogurt, Quark und andere

Das sind alles thermisch kühlende Nahrungsmittel, die nach der fernöstlichen Weisheit die gesamte Verdauungskraft im Darm konzentrieren. So kommt die Wärme im äußeren Bereichen des Körpers nicht mehr an. Davon sind vor allem Hände und Füße als energetische Endpunkte betroffen.

Nachtschattengewächse kühlen

Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika, Auberginen oder Kartoffeln stammen ursprünglich aus der heißen Klimazone. Sie haben energetisch kühlende Wirkung auf den Körper.

Du glaubst mir nicht? Dies ist der Bericht einer Leserin, die jetzt warme Hände hat:

Hallo Jutta, ich habe so gehandelt wie du es empfohlen hast.


Ja, ich muß zugeben, daß es mir etwas schwer gefallen ist, Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen von meinem Spreisenplan zu streichen.


Das Ergebnis: Warme Hände trotz winterlichen Temperaturen.


Ich hatte das Phänomen, daß wenn ich im Winter kalte Dinge aus dem Kühlschrank genommen habe oder Salat mit kaltem Wasser gewaschen habe oder meine Hände mit kaltem Wasser gewaschen habe immer richtig schmerzhafte kalte Hände bekommen habe.


So, jetzt sind meine Hände warm. Vielen, vielen Dank für den Tipp. Denn es war oft sehr nervig, während des Kochens musste ich einem Taschenwärmer einsetzen, weil ich die Schmerzen nicht mehr ertragen habe.

Und jetzt:  ich wasche den Salat mit kaltem Wasser usw. und habe trotzdem warme Hände.

Die Leserin hatte Glück, dass ihr allein diese Maßnahme schon Hilfe gebracht hat. Das ist nicht immer so, aber probieren solltest du es auf jeden Fall.

Hast du Probleme, die Kartoffeln wegzulassen? Dann schau mal in diesen Beitrag mit den 3 Tipps, wie man Kartoffeln locker ersetzen kann: Altes Gemüse als Ersatz für Kartoffeln

Übrigens denk dran: Auch Kaffee stammt von einem Nachtschattengewächs. Gleich ein Tipp dazu:

Wer auf eine warme Gemüsesuppe am Morgen umsteigt, vermißt den Kaffee bald nicht mehr. Ich habe schon oft gute Rückmeldungen erhalten von Leuten, die Kaffee zum Frühstück gewöhnt waren.

Hier ist ein Rezept für Misosuppe, die man mit Gemüse der Jahreszeit vielfältig abändern kann.

Umstieg auf wärmendes Gemüse

Wenn du die Nase voll hast von kalten Händen und Füßen und dem ständigen Frieren, dann steige um auf wärmende Gemüsesorten. Das bedeutet, man unterscheidet zwischen Sommer- und Wintergemüse:

  • im Herbst und Winter alle Sommergemüse weglassen
  • im Sommer von den kühlenden Gemüsen nicht zu viel essen
  • Nachtschattengewächse konsequent weglassen

Die beiden folgenden Listen sollte man nicht zu streng sehen.

Die Übergänge wann Gemüse zum Winter oder zum Sommer gehören, sind fließend.

Zum Beispiel gibt es Rote Bete auch im Sommer. Und Zwiebeln braucht man das ganze Jahr.

Typische Wintergemüse

  • Kürbis
  • Broccoli
  • Knollensellerie
  • Grünkohl
  • Mohrrüben
  • Pastinaken
  • Petersilienwurzel
  • weißer und schwarzer Rettich
  • Rosenkohl
  • Rotkohl
  • rote Bete
  • Sellerie
  • Steckrüben
  • Wirsingkohl
  • Zwiebeln

und andere mehr.

Typische Sommergemüse

  • Blumenkohl
  • Fenchel
  • Frühlingszwiebeln
  • grüne Bohnen
  • Frühlingszwiebeln
  • Kohlrabi
  • Mais
  • Salatgurken
  • Schoten, Erbsen
  • Spitzkohl
  • Zucchini

Soweit die Liste der Gemüse.

Wenn Du mit kalten Händen und Füssen zu tun hast, empfehle ich, die kühlenden Sommergemüse im Herbst/Winter/Frühjahr auf jeden Fall wegzulassen.

Die Gemüse mit besonders kühlender Wirkung sind fett gedruckt. 

Und vorsichtshalber nochmal: Alle Nachtschattengewächse haben kühlende Wirkung. Tomaten, Paprika, Kartoffeln ... 

Ständig kalte Hände und Füße

Extremes Frieren bei Schilddrüsenunterfunktion

Wenn das Frieren extrem geworden ist, musst du mehr tun. Diese Kursteilnehmerin berichtete:

"Seit Jahrzehnten ist mir nur kalt - und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Ich sitze hier bei 25 Grad Zimmertemperatur und friere massiv. Mein Körper, einschl Füsse sind eigentlich beim Berühren warm, die Kälte ist innerlich, sie sitzt in den Knochen. Es ist zum verzweifeln. Ohne Wärmflasche, Nierenwärmer, heizbare Schuhsohlen etc. geht gar nichts mehr. Je kälter mir ist, umso aggressiver bin ich. Zu Leuten mit 'normalen' Temperaturen im Haus kann ich nicht mehr zu Besuch gehen. Selbst bei 30 Grad im Sommer nutze ich mein Federbett."

Schon beim Lesen wird mir kalt, brrr. Was kann man tun? Hier sind zwei weitere Tipps aus der Makrobiotischen Heilküche (MBH):

Tipp 1: Reichlich Kokosfett

Außer dem innerlich wärmenden Gemüse muss man bei Extremkälte dafür sorgen, dass es reichlich Kokosfett im Essen gibt.

Eine Frau hat mir berichtet, dass sie in der Anfangszeit 500 Gramm Kokosfett pro Woche gegessen hat. So viel sollte es sein! 

Später relativiert sich das und man kommt runter von dieser Menge, wenn Hände und Füße wieder schön warm sind.

Tipp 2: Kombu-Meeresalge

Weiterhin sollten Meeresalgen gegessen werden, am besten gleich die Kombu-Meeresalge, weil die soviel Jod enthält.

Allerdings tauchen beim Kochen mit Meeresalgen meist sofort Probleme auf. Denn wer Schilddrüsenmedikamente nimmt wie L-Thyroxin kann erst mal keine oder nur wenig Meeresalgen essen. Warum? Durch das Jod aus den Meeresalgen in Kombination mit den Tabletten gerät die Schilddrüse sofort in Überfunktion und es kommt zu unangenehmen Symptomen der Überfunktion. Am häufigsten sind Schlafstörungen und Herzklopfen.

Das bedeutet: Bei Unterfunktion mit extremer Kälte muss man einiges mehr mit Ernährung und Naturheilkunde tun, damit sich die Schilddrüse reguliert.

Du kannst anfangen mit dem Kochen nach meinen Ebooks oder gleich im Mitgliederprogramm "Schilddrüse managen" mitmachen. Dort bekommst du alle Infos, die letztendlich zu warmen Händen und Füssen führen! 🙂

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