Ständiger Heißhunger auf Süßes ist nicht einfach nur „mangelnde Disziplin“.
Wer regelmäßig das Gefühl hat, auf der Stelle einen Schokoriegel verdrücken zu müssen, hat oft ein Regulationsproblem.
Häufig spielt der Blutzucker dabei eine größere Rolle, als man denkt, besonders bei Unterfunktion oder Hashimoto.
In diesem Beitrag gehe ich darauf ein, warum Heißhunger auftreten kann. Natürlich gebe ich Tipps, welche Ernährungs-Schritte helfen können, den Blutzucker zu stabilisieren.
Typisch bei Unterfunktion und Hashimoto: Heißhunger durch Unterzuckerung
Wenn der Blutzucker zu weit abrutscht, kann plötzlich intensiver Süßhunger entstehen.
Bei Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto zeigen sich solche Schwankungen erfahrungsgemäß häufiger.
Ein dauerhaft instabiler Blutzucker kann mit Symptomen einhergehen wie
und einer enormen Menge weiterer Symptome.
Das Verzwickte daran: Diese Symptome sind so unterschiedlich und vielfältig, dass eine Zuordnung in der Regel gar nicht möglich ist.
Kommt hinzu, dass sie auch noch ganz nach Persönlichkeit geprägt sein können.
Zur Orientierung, was alles bei Unterzuckung vorkommen kann, habe ich eine lange Liste aufgeführt: Unterzuckerung erkennen
Als Lösung des Problems biete ich die Ernährung nach der Makrobiotischen Heilküche an. Damit habe ich jahrzehntelange Erfahrung, wie es durch die ausgewogene Zusammensetzung der Mahlzeiten zu einem stabileren Blutzucker kommen kann, wie es diese Teilnehmerin erfahren hat:
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Ich fühle mich auf jeden Fall energiereicher, antriebsvoller, die Müdigkeit hat sich reduziert, die Kreativität zeigt sich wieder . . . und was gaaaaanz große Klasse ist, den ständigen Hunger und Heißhunger habe ich im Griff, wenn ich auf die richtige Menge Kokosöl achte. Den Erfolg hatte ich bei der 5- Elemente-Kost nicht und schon gar nicht bei der Rohkost. Herzlichen Dank, mein chaotisches Essverhalten scheint vorüber.
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Woher kommt die Unterzuckerung und was hilft im Akutfall?
Nach meiner Erfahrung kann wiederholte Unterzuckerung darauf hinweisen, dass die Regulation des Blutzuckers aus dem Gleichgewicht geraten ist, weil die Bauchspeicheldrüse nicht mehr so stabil arbeitet wie zuvor.
Somit sinkt der Blutzucker schneller ab und der Körper verlangt rasch nach Energie.
Wird in diesem Zustand etwas Süßes gegessen, steigt der Blutzucker zwar kurzfristig an, fällt jedoch häufig ebenso schnell wieder ab. Dadurch kann sich der Süßhunger erneut verstärken.
Mein wichtigster Tipp dazu ist:
Statt mit Süßigkeiten dem Drang nachzugeben, sollte man lieber eine kleine Menge tierisches Eiweiß zu essen, etwa ein Ei, etwas Fisch oder Fleisch.
Denn tierisches Eiweiß kann dazu beitragen, die Blutzuckerreaktion abzuflachen und den erneuten Heißhunger zu dämpfen.
Und jetzt kommt der Supertipp dazu: dem Heißhunger kann man ganz genauso vorbeugen:
Wie vermeidet man ständigen Heißhunger auf Süßes langfristig?

sorgt vor gegen Heißhunger: Frühstück mit Butterbrot und weich-gekochtem Ei. Gekochtes Gemüse dazu (z.B, Kohlrabi) bringt Leichtigkeit.
Meine folgenden Tipps gelten nicht nur für die schnelle Hilfe im Moment, sondern sollten auf Dauer befolgt werden. Die Hauptregel heißt:
Neben Kohlenhydraten sollte jede Mahlzeit unbedingt Fett und tierisches Eiweiß enthalten. Vor allem zum Frühstück.
Tipp Nr. 1: Tierisches Eiweiß kann helfen, den Blutzucker zu stabilisieren
Tierisches Eiweiß ist Fisch, Geflügel, Fleisch, Eier.
- ein Bio-Ei zum Frühstück
- mittags Fisch oder
- etwas Fleisch (es muss nicht viel sein)
- abends vielleicht etwas weißfleischigen Fisch
- Männer benötigen oft mehr Tierisches als Frauen
- auch Kinder sollten so essen, natürlich in kleinen Mengen individuell angepaßt
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Mein Zuckerspiegel hat sich so positiv verbessert. Habe keine Heißhungerattacken mehr. Das war so schlimm, musste immer einen Müsliriegel in der Tasche haben, für den Notfall.
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Tipp Nr. 2: Fett kann helfen den Blutzucker zu stabilisieren
Fett gehört in jede Mahlzeit, egal ob warm oder kalt.
Am besten geeignet ist eine reichliche Portion hochwertiges Kokosfett in jedem Essen.
Auch Butter ist ein sehr gutes Fett.
Olivenöl und andere pflanzliche Fette spielen eine untergeordnete Rolle.
- alle Mahlzeiten mit Kokosfett zubereiten
- Gemüse in Kokosfett andünsten
- nie fettarm essen
- für süße Nachtische kann man Kokosmilch verwenden
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Ich finde es sehr angenehm, so eine gute Menge Kokosöl essen zu dürfen. Der Süßhunger reduziert sich dadurch sehr deutlich.
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Tipp Nr. 3: Weniger Getreide essen
Gemeint ist vor allem, dass man nicht denken sollte, sich an Getreide satt zu essen, weil es ja so gesund ist. Natürlich ist Getreide wertvoll, aber wenn die Blutzuckerregulation instabil ist, kann zu viel Getreide belastend für die Verdauung sein.
- auf Brot, Knäcke, Reiswaffeln etc. gehört gute Bio-Butter
- Reis und andere glutenfreie Getreide bevorzugen
Merke: Die Sättigung kommt von Eiweiß und Fett, nicht so sehr von Getreide
Den Tag anfangen mit dem richtigen Frühstück
Zum Frühstück könnte es geben:
Nach diesem Vorschlag empfehle ich jeden Morgen zu frühstücken.
Der Erfolg besteht darin, dass man lange satt ist und sich in den nächsten Stunden kein Heißhunger einstellt.
Mehr Tipps und worum es genauer geht beim Frühstück steht in diesem Beitrag: Was ist ein gesundes Frühstück?
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Guten Morgen, ich fasse es nicht. Ich bin erst seit drei Tagen im Kurs "Schilddrüse managen". Ich bin schon länger auf dem glutenfrei und zuckerreduzierten Trip - bin aber immer wieder am Heisshunger gescheitert. Herrjeh. Hätte man mir doch mal früher gesagt, dass Kokosfett den Heisshunger stillt. Ich bin satt und wach!
(Teilnehmerin im Mitgliederprogramm, persönliche Erfahrung)
Fazit
Wer gleich morgens richtig frühstückt mit ausreichend Fett und ein wenig tierischem Eiweiß kann dem Heißhunger wirksam vorbeugen.
Worum es sonst noch geht bei der Makrobiotischen Heilküche seht in dieser Übersicht.
Hallo, ich bin
Jutta Bruhn
Autorin, Heilpraktikerin und Gründerin der Makrobiotischen Heilküche.
Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Ernährung Körper und Seele ins Gleichgewicht bringt.
In meinen Programmen und Ebooks zeige ich, wie einfache, warme und natürliche Küche Beschwerden wie Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder hormonelles Ungleichgewicht spürbar lindern kann.
aktualisiert am 27.04.2026



Hallo Linda, natürlich kann man mal im Winter etwas Zimt verwenden. Die Menge, die man bräuchte um eine entzündungshemmende Wirkung zu erzielen, ist allerdings nicht empfehlenswert.
Hallo Frau Bruhn,
Ich würde ja gerne kokosfett verwenden, bekomme davon aber verstopfung.
Viele Grüße
Isa
Hallo Isa,
Kokosöl wirkt in der MB-Heilküche normalerweise verdauungsfördernd. Wenn es bei Ihnen Verstopfung auslöst, zeigt das, dass Ihre Ernährung insgesamt noch nicht stimmig ist. Genau da setzt die MB-Heilküche an – um solche Reaktionen sanft zu regulieren.
Mehr Unterstützung finden Sie im Onlineprogramm „Schilddrüse managen“, falls Sie tiefer einsteigen möchten.
Herzliche Grüße
Hallo Jutta,
Ich habe ausgeheilte Hashimoto und ernähre mich schon seit Jahren glutenfrei. Dadurch habe ich 2kg abgenommen, was ich bei einem Normalgewicht von 52kg und 1,70 Größe nur ungern tat. Die makrobiotische Heilküche tut mir sehr gut, aber leider purzeln jetzt noch mehr Kilos. Kann ich dagegen etwas tun?
Liebe Grüße
Gertraud
Hallo Gertraud,
wenn trotz stabiler Schilddrüse weiter Gewicht verloren geht, liegt oft eine unerkannte Überfunktion oder ein energetisches Ungleichgewicht vor. In der MB-Heilküche schauen wir genau auf solche Zusammenhänge – auch jenseits der klassischen Diagnostik.
Im Onlineprogramm „Schilddrüse managen“ gehe ich vertieft auf diese Themen ein – vielleicht ist das interessant für Sie?
Herzliche Grüße
Liebe Jutta,
mit dem warmen Frühstück, Gemüsesüppchen, Ei, Butter und glutenfreies, selbstgebackens Brot bin ich deutlich länger satt als vorher. Allerdings schaffe ich es nich immer ohne Zwischenmahlzeit.
Esse dann Reis oder Maiswaffeln mit Butter. Leider habe ich auch wieder abgenommen, bin eh schon untergewichtig. Hast Du einen Tipp
wie ich noch länger satt bin und auch nicht weiter abnehme? Esse regelmäßig Ei, Fleisch oder Fisch. Esse auch ordentlich Fett, und zu jeder Mahlzeit gekochtes Gemüse.
Danke für alle Tips,
Liebe Grüße,
Margrit
Hallo Margrit,
das klingt zwar nach einer gesunden Ernährung – aber nicht ganz nach MB-Heilküche. Zwischenmahlzeiten mit Waffeln passen nicht. Bei Untergewicht liegt manchmal eine unerkannte Überfunktion vor.
Herzliche Grüße