Arsen in Reiswaffeln ist seit Jahren Thema öffentlicher Diskussionen. Wer genauer hinschaut, stellt jedoch fest:

Die Belastung hängt stark von Anbaugebiet, Bodenbeschaffenheit und Verarbeitung ab. Besonders betroffen waren in der Vergangenheit bestimmte Regionen außerhalb Europas.

In Europa gelten strenge Grenzwerte, und Reisprodukte werden regelmäßig kontrolliert. Wer auf Qualität achtet und Reiswaffeln nicht täglich in großen Mengen verzehrt, kann das Thema in der Regel gelassen betrachten.

Dieser Beitrag ordnet das Thema sachlich ein, erklärt, worauf es bei Reisprodukten wirklich ankommt und gibt praktische Hinweise für einen entspannten Umgang im Alltag.

Arsen in Reiswaffeln

zur Abwechslung gibt es auch mal Maiswaffeln - mehr Tipps mit Rezepten unten im Beitrag 

Die Angaben beziehen sich auf die aktuell geltenden EU-Grenzwerte und öffentlich zugängliche Bewertungen von Fachbehörden.

Arsen in Reiswaffeln

Vor einigen Jahren konnte man fast jeden Sommer in der Presse lesen, dass Arsen in Reisprodukten gefunden wurde.

Dass Arsen im Reis nicht zwangsläufig gesundheitsschädlich sein muss, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung schon vor längerem bekannt gegeben, das kann man auf deren Webseite nachlesen.

Arsen reichert sich überwiegend in den äußeren Randschichten des Reiskorns an. Beim Polieren von weißem Reis werden diese Schichten entfernt, weshalb hier in der Regel geringere Gehalte gemessen werden als bei Naturreis. Naturreis kann entsprechend höhere Werte aufweisen.

Auch bei Reiswaffeln werden in Untersuchungen teilweise höhere Konzentrationen festgestellt. Das hängt unter anderem mit der Verarbeitung und der eingesetzten Reismenge zusammen.

Wer ängstlich ist, kann das Problem leicht lösen und auf Waffeln aus Mais, Buchweizen oder anderem Getreide ausweichen.

Arsen im Trinkwasser

Viel eher als vom Reis kann eine Arsenbelastung durch das Trinkwasser entstehen. In der Süddeutschen Zeitung stand unter der Überschrift "Schleichende Vergiftung", daß Arsen bei der Aufbereitung des Trinkwassers entfernt wird und der Grenzwert seit 1996 von den Wasserwerken eingehalten werden muss. Nach Angaben der zuständigen Behörden wird dieser Grenzwert eingehalten.

Ich verlasse mich allerdings persönlich nicht ausschließlich auf gesetzlich festgelegte Grenzwerte, die jederzeit verändert werden können.

Vor allem wird teils diskutiert, ob die Menge unter dem Grenzwert nicht bereits kritisch bewertet werden könnte.

Weil ich für mich persönlich kein Arsen oder andere Schadstoffe wie Hormone und Medikamentenrückstände im Trinkwasser haben möchte, nutze ich seit über 20 Jahren den Mltipure-Filter in der Küche direkt am Wasserhahn. Er dient mir als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme und gibt mir das Gefühl, sauberes Wasser zum Trinken und Kochen zur Verfügung zu haben. 

Weil ich gar kein Arsen oder andere Schadstoffe wie Hormone und Medikamentenrückstände im Trinkwasser haben will, nutze ich seit über 20 Jahren einen Filter in der Küche direkt am Wasserhahn. Er 

Doch nun zurück zum Reis. 

Was ist Phytin?

Alle reden vom Arsen, aber kaum jemand spricht über Phytin. Das ist  ein Stoff, der ganz natürlich in Reis und anderen Getreiden enthalten ist. Dort erfüllt er eine wichtige Aufgabe: Er hilft der Pflanze beim Keimen.

Für uns Menschen ist Phytin allerdings nicht ganz unproblematisch.

Denn wenn es in unseren Körper gelangt, kann es möglicherweise die Aufnahme von Mineralstoffen behindern, darunter wichtige Spurenelemente wie Zink.

Phytin ist nicht spektakulär giftig wie Arsen. Aber es gilt als möglicher Faktor, der bei längerer und hoher Aufnahme zur verminderten Verfügbarkeit bestimmter Mineralstoffe beitragen könnte. Das geschieht still und schleichend.

Die gute Nachricht: Mit simplem Einweichen von Getreide (mehr zum Einweichen von Getreide steht hier) kann man den Gehalt von Phytin mindern.

Zinkmangel vermeiden

Phytin ist gut für die Pflanze, kann aber ungünstig für uns Menschen sein, wenn es um die Mineralstoffversorgung geht.

Besonders kritisch ist das bei Zink.

Zinkmangel will man vermeiden weil:

  • Zink ist an zahlreichen Immunprozessen beteiligt
  • Zink ist wichtig für das gute Funktionieren der Leberfunktionen, die unter anderem dabei mitwirken können, Schilddrüsenhormone in die verfügbare Form umzuwandeln.
  • Wenn die Hormone in der Leber nicht ordentlich umgewandelt werden, kann es sein, dass sie der Schilddrüse nicht ausreichend zur Verfügung stehen und es unter Umständen zu Symptomen einer Unterfunktion kommen kann.

Das zeigt, daß Zink eine Rolle im Schilddrüsenstoffwechsel spielt und warum es so wichtig ist, einen Zinkmangel zu vermeiden.

Die Reduktion von Phytin durch Einweichen ist dabei ein einfacher, aber potenziell hilfreicher Schritt. Reiswaffeln kann man aber nicht einweichen.  

Reiswaffeln nur gelegentlich essen

Man kann Reiswaffeln betrachten wie Knäckebrot oder andere knackige Brotsorten und nicht so viel davon essen.

Als Zwischenmahlzeit lassen sich Reiswaffeln gut mit Butter kombinieren, um die Mahlzeit sättigender zu gestalten.

Sie gelten im Vergleich zu manchen Brotsorten als leicht bekömmlich und man kann sie gut bevorraten.

Rezept-Ideen für Reiswaffeln

Als Belag auf Reiswaffeln schmeckt so gut wie alles. Hier sind ein paar Ideen: 

... mit Ölsardinen

Reiscracker mit Ölsardinen

Tipp: Öl aus der Büchse abgießen und mit Küchenkrepp abtupfen

Reiswaffeln mit Butter bestreichen, dann belegen mit Ölsardinen ohne Öl aus der Büchse, darauf Gurkenwürfel geben 

... mit Fisch

Reiswaffeln mit Butter bestreichen, dann belegen mit gebratener Forelle oder anderem Fisch, z.B. Rest von der Mittagsmahlzeit. 

Reiswaffeln mit Fisch

zum Fisch gibt es Zitrone und gedämpftes Gemüse 

... süß mit Kokos-Haselnussmus

Reiswaffeln mit Kokos-Haselnussmus

... aber nicht zum Frühstück! 

Reiswaffeln mit Butter und dick mit Kokos-Haselnussmus bestreichen - aber nicht als süßes Frühstück, sondern nachmittags statt Kuchen. 

Ich wünsche guten Appetit!

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Hallo, ich bin

Jutta Bruhn

Autorin, Heilpraktikerin und Gründerin der Makrobiotischen Heilküche.
Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Ernährung Körper und Seele ins Gleichgewicht bringt.

In meinen Programmen und Ebooks zeige ich, wie einfache, warme und natürliche Küche Beschwerden wie Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder hormonelles Ungleichgewicht spürbar lindern kann.


  1. Liebe Jutta, ich war schon 1 Jahr bei Dir im Kurs. Es hat sich viel zum positiven verändert, jedoch noch nicht ganz zufriedenstellend! Ich werde aufjedenfall wieder weitermachen mit dem Kurs. Kann ich eigentlich auch Mochi Reis bzw Süssreis anstatt dem Rundkornreis essen? Der kommt immer aus den USA….
    Danke und herzlichst Sarah

    1. Hallo Sarah, wie nett von dir zu hören! 🙂

      Warum kaufst du nicht den üblichen Rundkornreis aus Italien von Fa. Davert oder andere? Weder Mochi- noch Süßreis sind Grundnahrungsmittel.

      Liebe Grüße

  2. ja, danke für den Hinweis. Ich wollte nur auf Arsen und Phytin eingehen. Acrylamid ist ein ganz anderes Thema, damit haben sich schon andere beschäftigt.

    Auch hier gilt: Man ißt ja nicht jeden Tag Reiswaffeln, sondern nur mal als Ausnahme-Spaß. Die kleine Menge von ungünstigen Stoffen spielt bei geringer Aufnahme keine Rolle.

    Außerdem essen wir in der Makrobiotischen Heilküche jeden Tag Meeresalgen, mit denen solche Stoffe ausgeschieden werden.

    Aber es stimmt natürlich, wer seinem Kind jeden Tag Reiswaffeln zum Knabbern in die Hand drückt, könnte Probleme bekommen. Allerdings nicht mit Arsen, sondern mit der Bauchspeicheldrüse wegen der vielen Kohlehydrate. 🙁

    LG Jutta

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