Viele Betroffene suchen nach einer Antwort auf eine sehr konkrete Frage: Warum habe ich trotz normaler Schilddrüsenwerte weiterhin Beschwerden?
Der TSH-Wert liegt im Referenzbereich. Vielleicht werden bereits Schilddrüsentabletten eingenommen. Und dennoch bleiben Müdigkeit, Kältegefühl, Verdauungsprobleme oder Heißhunger bestehen. Es stellt sich die Frage:
Diesen Fragen geht der folgende Beitrag nach.
Mehr zu grundlegenden Zusammenhängen und typischen Beschwerdebildern rund um die Schilddrüse finden Sie auf der Übersichtsseite zur Schilddrüse.
Normale Schilddrüsenwerte und trotzdem Beschwerden?
„Ihre Werte sind in Ordnung.“ Dieser Satz hört sich beruhigend an. Aber dennoch geht man mit dem Gefühl nach Hause, dass etwas nicht stimmt.
Denn die Beschwerden sind real:
Sie frieren leicht.
Sie kommen morgens schwer in Gang.
Der Bauch reagiert empfindlich.
Der Heißhunger kommt spätestens nachmittags.
Die Stimmung schwankt.
Aber die Laborwerte zeigen keine deutliche Unterfunktion. Der TSH-Wert liegt im Referenzbereich. Vielleicht werden zusätzlich fT3 und fT4 bestimmt, die sich auch im Rahmen bewegen oder nur leicht verschoben sind.
Das Empfinden bleibt: Mein Stoffwechsel läuft nicht rund.
An dieser Stelle lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und zu schauen:
Laborwerte verstehen
Laborwerte sind wichtige Orientierungsgrößen. Sie helfen, manifeste Erkrankungen zu erkennen und medizinische Entscheidungen zu treffen. Doch sie zeigen immer nur einen Ausschnitt wie eine Momentaufnahme im Blut.
Wie es dem Körper im Alltag geht, zeigt sich oft an anderer Stelle als im Labor.
Viele schreiben mir, dass ihre Werte nicht sonderlich erhöht oder erniedrigt waren oder sogar im Referenzbereich lagen und sie sich dennoch nicht gesund fühlten.
Nicht spektakulär krank. Aber auch nicht wirklich stabil. Eine Teilnehmerin vom Mitgliederprogramm formulierte es nach 14 Tagen so:
„Die größte Errungenschaft war wieder DENKEN zu können. Dieses Foggy Brain war irgendwann einfach verschwunden …“
Solche Rückmeldungen berühren mich besonders. Denn Konzentrationsstörungen, innere Unruhe oder dieses Gefühl von „Nebel im Kopf“ tauchen im Labor nicht auf.
Der TSH-Wert
Das Thyroidea (Schilddrüsen)-Stimulierene-Hormon (TSH) ist der häufig verwendete Laborparameter der Schilddrüsenfunktion. Er dient Ärzten als Richtwert zur Dosierung von Medikamenten.
- Ist der Wert niedrig, bekommt man den Bescheid "alles in Ordnung".
- Ist der Wert hoch, wird davon ausgegangen, dass die Schilddrüse (bzw. die Hirnanhangdrüse) nicht richtig arbeitet und es werden Schilddrüsenmedikamente verschrieben.
Was dabei für Patienten zu beachten ist: Ob der Wert hoch oder niedrig eingeschätzt wird, liegt im ärztlichen Ermessen.
Deshalb kann es geschehen, dass manche bei einem Wert von 4.0 mU/l eine Behandlungsbedürftigkeit sehen und Tabletten verordnen, andere dagegen einen Wert von 10,0 mU/l noch als grenzwertig einschätzen.
Der TSH-Wert unterliegt Schwankungen
Der TSH-Wert kann im Tagesverlauf schwanken und zeigt häufig nachts höhere Werte. Viele Faktoren können den An- oder Abstieg beeinflussen:
- körperliche Aktivität
- Dauerstress
- psychischer Stress durch belastende Situationen
- bestimmte Krankheiten
Den TSH-Wert zu kennen, ist nur eine "Halb-Information", die im Einzelfall sogar in die Irre führen kann.
Nicht allein auf den TSH-Wert schauen
Deshalb sollte man nicht ausschließlich den TSH-Wert messen, um die Schilddrüsensituation insgesamt zu beurteilen. Das ist auch in der ärztlichen Fachliteratur beschrieben, siehe im Ärzteblatt: Latente Hypothyreose des Erwachsenen.
Vor allem aber: Allein von der Bestimmung des TSH-Werts lässt sich nicht ableiten, ob die Hormone überhaupt stoffwechselaktiv sind oder ob eine Autoimmunstörung vorliegt.
Die Schilddrüse gehört zu einer Staffel
Allein den TSH-Wert zu ermitteln ist oft zu wenig. Denn die Funktion der Schilddrüse gleicht vereinfacht dargestellt einer Art "Staffellauf", bei dem ein Organ dem anderen die Staffel übergibt:
vom Regelzentrum (Hypothalamus) weiter an die
Dese Aufstellung ist natürlich stark vereinfacht. Sie soll nur zeigen, dass es um viele Organe geht, nicht nur um die Schilddrüse.
Darm und Leber berücksichtigen
Was bei dem alleinigen Blick auf die Schilddrüse fehlen kann, sind umfassendere Untersuchungen, die den Zustand des Darms und der Leber zeigen. Denn mindestens diese beiden Organe können an der Regulation der Schilddrüsenhormone beteiligt sein.
In der Naturheilkunde beginnt man eine Therapie damit, Leber und Darm Aufmerksamkeit zu schenken.
Mit pflanzlichen Mitteln kann unterstützend geholfen werden und als Folge können sich die Symptome und mitunter auch die Schilddrüsenfunktion verändern.
Tatsächlich sollte der Blick aber immer zuerst auf den Menschen gehen und das, was er empfindet, mit dem TSH verglichen werden. Denn nur so wird man ihm und seiner Krankheit gerecht.
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Tatsächlich sollte der Blick aber immer zuerst auf den Menschen gehen und das, was er empfindet, mit dem TSH verglichen werden. Denn nur so wird man ihm und seiner Krankheit gerecht.
Dr. med. Berndt Rieger
Naturarzt
“
Pathologische Laborwerte, die tatsächlich eine Krankheit anzeigen, sind hilfreich für medizinisches Eingreifen. Zur Beurteilung, was eine gute Gesundheit ausmacht, sind sie jedoch nur eingeschränkt geeignet.
Dr. Datis Kharrazian
Naturtherapeut
Die Ernährung kann auf den TSH-Wert wirken
Um ein dauerhaft gutes Ergebnis zu bekommen, sollte man die persönlich passende Ernährung aufbauen.
Zum Anstieg oder Abfall des Wertes kann es innerhalb kurzer Zeit kommen, wenn auf eine veränderte Ernährung umgestellt wird.
Ganz besonders schnell können Schwankungen des TSH-Werts auftreten, wenn gleichzeitig noch L-Thyroxin genommen wird.
In dem Fall kann der TSH-Wert zeigen, dass die Schilddrüse aktiv ist, gleichzeitig können unter der Einnahme von Schilddrüsenhormonen vorübergehende Veränderungen der Hormonlage auftreten.
Deshalb empfehle ich in meinem Mitgliederprogramm die Doppelstrategie:
Auf den Blutzucker achten
Ein anderer Schwerpunkt ist der Blutzucker. Viele Frauen berichten von jahrelangen Unterzuckerungszuständen. Oft ohne zu wissen, was dahintersteckt.
So wie im Fall dieser Teilnehmerin:
„Durch Lesen Ihrer Texte ist mir aufgefallen, dass ich seit meinem 20. Lebensjahr immer sehr schnell in Unterzuckerungszustände geraten bin … Habe meine Ernährung komplett nach der Makrobiotischen Heilküche umgestellt … habe keine Unterzuckerungszustände mehr …“
Hier zeigt sich deutlich: Es geht nicht nur um einen einzelnen Hormonwert.
Entscheidend ist, wie der Körper auf das reagiert, was wir täglich essen.
Kokosöl in der Makrobiotischen Heilküche
Auch scheinbar kleine Veränderungen wie der Umstieg auf Kokosöl können große Auswirkungen haben. Eine Rückmeldung lautete:
„Gerade das Kokosöl hat mich vor Blutzuckerspitzen gerettet!!“
Das sind keine spektakulären medizinischen Eingriffe.Es sind Anpassungen im normalen Essen, vor allem wenn es um Kokosfett geht.
Es könnte auch oder zusätzlich sein die Umstellung von
Laborwerte bleiben wichtig. Aber sie zeigen nur einen Ausschnitt.
Für mich ist entscheidender, was im ganz normalen Alltag passiert nach dem Essen, am Nachmittag, beim Aufwachen oder auch erst am nächsten Tag.
Denn die achtsame Beobachtung der Reaktionen auf unser Essen ist oft mindestens ebenso aufschlussreich, wenn man wissen will, wie der Körper arbeitet.
Genau hier setzt meine Arbeit an. In meinem Mitgliederbereich "Schilddrüse managen" können alle lernen,
Niemand muss sich also damit zufriedengeben, dass „die Werte in Ordnung“ sind, wenn das eigene Erleben etwas anderes zeigt.
Dieses Wissen schafft Klarheit im eigenen Leben.
Hallo, ich bin
Jutta Bruhn
Heilpraktikerin mit über 30 Jahren Erfahrung. Autorin von E-Books und dem Kursprogramm „Schilddrüse managen“. Als Gründerin der Makrobiotischen Heilküche unterstütze ich Menschen mit Schilddrüsenproblemen, Hashimoto und Verdauungsbeschwerden dabei, Wohlbefinden und Lebensqualität mit einfachem Essen zu fördern.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information rund um Ernährung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine ärztliche oder medizinische Fachperson.
Beitrag aktualisiert am 27.02.2026




Ich habe seit ca. 30 Jahren Hashimoto und nehme seit langem täglich 125mg Thyroxin ein. Der Nuklearmediziner vor Ort, bei dem ich regelmäßig zur Kontrolle war, hat seine Praxis geschlossen und es gibt keinen Nachfolger. Nun ist seit letztem Sommer der TSH wert sehr niedrig, 0,0400 und mein Hausarzt sagt, ich sollte die Thyroxineinnahme reduzieren? Ich fühle mich aber eher, als wäre ich in einer Unterfunktion. Hätten Sie einen Rat? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, mit freundlichem Gruß U. Graefe
Hallo Ute,
das sind gleich mehrere Fragen, die ich hier in der Kürze nur allgemein beantworten kann. Deshalb einige Hinweise zur Orientierung:
Die Dosierung von L-Thyroxin ist sehr individuell. Eine Menge von 125 µg wird von vielen als eher hoch empfunden – das kann, muss aber nicht passen.
Ein TSH-Wert von 0,04 wird in der Schulmedizin meist als Hinweis auf eine mögliche Überfunktion gewertet. Insofern ist die Rückmeldung Ihres Hausarztes nachvollziehbar.
Gleichzeitig berichten manche Menschen, dass sie sich trotz niedrigen TSH-Werts wie in einer Unterfunktion fühlen. Das kommt öfter vor – und zeigt, wie wichtig es ist, den Gesamtzustand zu betrachten.
Vielleicht kennen Sie den Satz: Drei Fachleute – fünf Meinungen 😉
Deshalb mein Tipp: Schauen Sie sich gern meinen Onlinekurs „Natürliche Wege zur Stärkung der Schilddrüse“ an. Dort zeige ich, wie man die eigene Situation besser einordnen kann – zum Beispiel über die Aufwachtemperatur oder weitere Beobachtungsimpulse.
Die Gesundheit der Schilddrüse würde ich nicht allein den Laborwerten überlassen.
Herzliche Grüße
Hallo Ayli, ich sehe keinen Grund für diese Aufregung. Der TSH-Wert ist nicht so abnormal wie Sie denken, siehe Beitrag oben. Entscheidend ist, wie Sie sich fühlen und wie die Ernährung aussieht. Der Wert zeigt lediglich, dass etwas mit der Ernährung nicht stimmt. Es wäre gut, Ärzte zu finden, die mit so einem Wert umgehen können. Aus meiner persönlichen Sicht ist die Belastung mit Chemie und Bestrahlung das größere Übel.
Herzliche Grüße
Hallo,
wie kann man Hilfe erfahren, wenn man keine Schilddrüse mehr hat und sich mit L-Thyroxin nicht gut fühlt?
Danke
Hallo Magdalena,
danke für Ihre Frage – viele Menschen berichten, dass sie sich trotz L-Thyroxin nicht wirklich wohlfühlen, besonders nach einer Schilddrüsenentfernung.
Ein erster Schritt kann sein, besser zu verstehen, wie der Körper ohne eigene Schilddrüse arbeitet – und welche Faktoren neben dem Medikament eine Rolle spielen können (z. B. Ernährung, Leber, Darm, Tagesrhythmus).
Ich habe dazu einen Beitrag geschrieben: „Ist die Schilddrüse entfernt worden?“ – dort finden Sie viele Hinweise, wie man die Situation ganzheitlich betrachten kann.
Vielleicht ist das ein guter Einstieg.
Herzliche Grüße
Hallo Frau Jutta, leide seit mehreren Jahren an verschiedene Symptomen. Habe fünf Kinder. Nach dem 4.Kind hatte ich angeblich einen Morbus Basedow. Nach einem Jahr wurde es besser. Nach dem 5. Kind ging es mir sehr schlecht. Panikattacken, Schwächeanfall, … Ein Jahr später hatte ich plötzlich Atemnot, Brustenge, Kurzatmung, Müdigkeit, Nebel im Kopf etc. Mein TSH Wert ist zu niedrig oder im unteren Normbereich. Das Volumen der Schilddrüse ist manchmal zu gross manchmal normal. Bis heute habe ich aber eine Vielzahl von Symptomen. Aber ich weiss nicht , was ich habe. Meine Basaltemperatur ist manchmal unter 36,6 und manchmal nach dem Eisprung über 37, 0Grad. Habe eine zwei Jahre mich glutenfrei und Kuhmilcheiweissfrei und gesund ernährt, habe jedoch keine Besserung verspürt. Jetzt nehme ich Selen, Eisen, Blutdrucksenker, Probiotika, Aminosäuren, Zeolith ein. Kannst du sagen, was ich machen soll oder was mit mir los ist? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Helene
Hallo Helene,
vielen Dank, dass Sie Ihre Geschichte hier so offen teilen. Ihre Situation klingt sehr belastend – gerade wenn man für eine große Familie da ist und sich selbst so fragil fühlt.
Was Sie beschreiben, kenne ich von vielen anderen Frauen: Es gibt Symptome, die sich nicht recht einordnen lassen, schwankende Werte, Therapieversuche, die keine klare Besserung bringen.
Aus naturheilkundlicher Sicht lohnt es sich, den Körper nicht nur auf Basis von Laborwerten zu betrachten – sondern ganzheitlich. Dabei spielen Ernährung, Rhythmus, innere Stabilität und Entgiftung eine Rolle.
Wenn Sie sich tiefer mit diesen Zusammenhängen beschäftigen möchten, können Sie:
– sich über meinen Newsletter kostenfrei informieren
– sich mit der Makrobiotischen Heilküche vertraut machen – das ist eine sanfte und familienfreundliche Ernährung
– und wenn Sie sich intensiver begleiten lassen möchten: Im Mitgliederbereich lernen Sie Schritt für Schritt, wie man mit einfachen Mitteln mehr Stabilität gewinnt
Ob das zu Ihnen passt, können nur Sie selbst entscheiden. Aber ich lade Sie herzlich ein, sich vorsichtig heranzutasten.
Herzliche Grüße
Hallo Jutta,
Ich leide seit 8 Monaten an thyreoiditis de Quervain (immer noch nicht abgeheilt,aber wird besser)..hatte vor der Krankheit immer einen normalen blutwert der schilddrüse.
Hallo Leyla,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung – es freut mich zu lesen, dass es langsam besser wird. Eine Thyreoiditis de Quervain kann sehr hartnäckig sein und fordert viel Geduld vom Körper.
Bei entzündlichen Prozessen kann aus naturheilkundlicher Sicht eine entzündungsregulierende Ernährung hilfreich sein. Ich arbeite hier z. B. mit dem Konzept der Makrobiotischen Heilküche.
Wenn Sie sich intensiver damit beschäftigen möchten, finden Sie weitere Informationen im Kursprogramm oder Newsletter. Denn solche Prozesse sind meist komplex – da braucht es mehr als ein paar schnelle Tipps.
Herzliche Grüße
Ich (54J) selber nehme seit ca 30 Jahren Efferox und Co. Viele Jahre mit 100ug, aktuell 88. Jetzt gab es vor 2 Wochen den Zufallsbefund TSH 12,5
Leider wurde da T3 und T4 nicht mitgemacht. Das werde ich in 4-5 Wochen nachholen, weil ich jetzt wieder auf 100ug umgestiegen bin und schauen will, was damit mit dem TSH passiert.
Ich frage mich aber, warum ich keinerlei Anzeichen gemerkt hab, dass der TSH jetzt so weit oben ist.
Wenn man mich kennt, würde man aber eher an Überfunktion denken. Ich bin voll die Powerfrau….
Ja, ich weiss, die Nebennieren können viel kompensieren (Die sind in der Iris auch gezeichnet)
Meine SD-ist laut Ultraschall sehr klein und auch im Auge gezeichnet. Wahrscheinlich ist da mal ne Hashimoto abgelaufen.
Aber die Frage: Kann es sein, dass auch so ein hoher TSH „ok“ ist ?
Hallo Elisabeth,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung – Ihre Geschichte bringt einiges an Erfahrung mit, und genau das macht sie interessant.
Dass Sie sich trotz eines TSH-Werts von 12,5 fit und leistungsfähig fühlen, ist durchaus möglich. Der Körper kann vieles kompensieren – unter anderem über die Nebennieren, wie Sie ja selbst schon andeuten.
Manchmal bemerkt man hormonelle Veränderungen erst dann, wenn sie sich über längere Zeit hinweg aufbauen – oder wenn andere Faktoren dazukommen.
Wie Sie selbst schreiben, fehlen momentan noch die Werte für fT3 und fT4 – sie wären hilfreich, um die Situation besser einzuordnen.
Was den TSH betrifft: Er ist ein sehr sensibler Wert, der sich auch durch Stress, Tageszeit oder Ernährung kurzfristig verändern kann. Deshalb sollte er immer im Zusammenhang mit weiteren Parametern und dem eigenen Befinden betrachtet werden.
Was die Schilddrüse im Ultraschall betrifft: Eine verkleinerte Schilddrüse kann unterschiedliche Ursachen haben – unter anderem einen zurückliegenden Hashimoto-Prozess. Das wäre dann tatsächlich eine Hashimoto-Thyreoiditis.
Ich wünsche Ihnen weiterhin gutes Beobachten und würde mich freuen, wenn Sie Ihren Weg ein Stück weit mit meinem Kurs begleiten.
Herzliche Grüße
Hallo Jutta,
ich leide seit 7 Jahren an Verdauungsbeschwerden. Zudem hat man bei mir das Leaky gut vor einigen Jahren festgestellt. Ich habe das Gefühl das auch meine Schilddrüse betroffen ist. Mein TSH-Wert war die letzten Jahre immer in Ordnung. Muss ich auch andere Werte ermitteln, und wenn ja welche? Leide an einigen beschrieben Symptomen unter anderem Candida, und ich nehme ganz schwer zu, kalte Füße, Abwehrschwäche, Nebel im Kopf, Stimmungsschwankungen…
Mit freundlichen Grüßen
Manuel
Hallo Manuel,
vielen Dank für Ihre Nachricht – Ihre Symptome klingen nach einem sehr komplexen Gesamtbild, bei dem viele Faktoren ineinandergreifen.
Gerade wenn der TSH-Wert unauffällig ist, aber dennoch Beschwerden auftreten, kann es sinnvoll sein, auch andere Werte wie fT3, fT4 und ggf. die Schilddrüsen-Antikörper mitzubetrachten.
Aus naturheilkundlicher Sicht spielen zudem Darmgesundheit, Leberfunktion und Ernährung eine große Rolle – besonders bei einem bekannten Leaky-Gut-Syndrom.
Vielleicht möchten Sie sich einmal mit der Makrobiotischen Heilküche vertraut machen? Sie bietet einen sanften, strukturierten Weg, den Stoffwechsel zu entlasten und den Körper zu stabilisieren – unabhängig vom Laborwert.
Wenn Sie mögen, finden Sie dazu mehr im Kurs „Schilddrüse managen“.
Herzliche Grüße
Ich habe mir vor wenigen Tagen ihr Buch gekauft und werde meine Ernährung langsam versuchen auf die MBH umzustellen.
Was meinen Sie dazu? Haben Sie vielleicht noch einen Tipp für mich??
Liebe Grüße Manuel
Hallo Manuel,
ja, genau so ist es gut: Die Ernährung Schritt für Schritt umstellen und dabei beobachten, was Ihnen bekommt.
Oft zeigt sich dann schon nach einiger Zeit, dass die Verdauung ruhiger wird und der Körper besser ins Gleichgewicht findet – gerade bei bekannten Belastungen wie Leaky Gut oder Schilddrüsenthemen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Geduld auf dem Weg mit der Makrobiotischen Heilküche!
Herzliche Grüße
Hallo Frau Bruhn,
Bei mir wurde ein Wert von TSH 0,03 miu/l gemessen . T4 ist normal . Bin 44 Jahre alt, nehme seit August l thyroxin 75, soll jetzt l thyroxin 25 nehmen . Macht das Sinn ? Man versucht den Wachstum meines Knotens 2,3 cm zu stoppen …. bin ratlos und verzweifelt .
Hallo Linda,
danke für Ihre Rückmeldung – ich kann gut verstehen, dass Sie sich mit diesen widersprüchlichen Informationen unsicher fühlen.
Ein niedriger TSH-Wert bei gleichzeitig normalem T4 kann viele Ursachen haben. Was die Knoten betrifft: Aus naturheilkundlicher Sicht gelten sie oft als Hinweis auf eine länger bestehende Stoffwechselbelastung.
Ob sich ihr Wachstum durch Medikamente beeinflussen lässt, wird unterschiedlich beurteilt – je nach ärztlicher Richtung. Ernährung kann in manchen Fällen eine unterstützende Rolle spielen, vor allem langfristig – allerdings braucht es dafür etwas Geduld.
Vielleicht ist es hilfreich, sich zusätzlich mit den Grundlagen der Schilddrüsenregulation zu beschäftigen – zum Beispiel über meinen Kurs „Schilddrüse managen“.
Herzliche Grüße
Hallo Frau Brunn,
Ich habe durch eine Untersuchung weil ich seit längerem starke Probleme mit der Verdauung habe einen Zufalls wert bekommen.
Man hat auch die Schilddrüse kontrolliert und dabei einen TSH wert von 17,4 bekommen.
Was bedeutet dieser wert?
Da ich im Krankenhaus war mit meinen Beschwerden habe ich nicht viel Auskunft darüber bekommen auser das dies auf eine starke Unterfunktion hindeutet und man das behandeln muss.
Hallo Conny,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ein TSH-Wert von 17,4 ist tatsächlich auffällig und wird schulmedizinisch meist als Hinweis auf eine ausgeprägte Unterfunktion gewertet.
Gut, dass dieser Wert überhaupt gemessen wurde – das ist nicht selbstverständlich, wenn es ursprünglich um Verdauungsprobleme ging.
Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema Schilddrüse beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen, sich auf meinem Blog weiter einzulesen. Dort finden Sie viele Informationen – verständlich erklärt – rund um TSH, Ernährung und Begleitfaktoren.
Wenn Sie regelmäßig informiert bleiben möchten, können Sie auch meinen kostenlosen Newsletter abonnieren.
Herzliche Grüße
Hallo Frau Bruhn,
ich habe Hashimoto.Trotz Ernährungsumstellung habe ich alle sechs Wochen andere Werte. Immer ein auf und ab. Können Sie mir was empfehlen um das besser in den Griff zu bekommen?
Vielen Dank im Voraus
Jacqueline
Hallo Jacqueline,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Schwankende Werte trotz Ernährungsumstellung sind tatsächlich ein häufiges Thema bei Hashimoto.
Genau darum geht es in diesem Beitrag: „Mal Überfunktion, mal Unterfunktion – was bedeutet das?“
Vielleicht finden Sie dort hilfreiche Ansätze, um die Hintergründe besser zu verstehen.
Herzliche Grüße
Hallo Frau Bruhn,
bei einer Blutuntersuchung wurde festgestellt, dass ich einen TSH Wert von 4,29 habe. Ich habe keine Beschwerden (außer vielleicht Müdigkeit, da ich jedoch alleinerziehend, berufstätig mit zwei Kindern bin, schiebe ich das eher auf meinen Alltag :-)), meine Hausärztin meinte aber der Wert sei etwas hoch und man müsste evtl ein wenig Hormone nehmen um das wieder „einzupendeln“.
Ich würde es lieber ohne versuchen. Meinen Sie in diesem Fall könnte ich es mit gezielter Ernährungsumstellung versuchen?
Vielen Dank und liebe Grüße,
Sophie
Hallo Sophie,
vielen Dank für Ihre Nachricht – Ihr Alltag klingt schon ohne Schilddrüse fordernd genug 🙂.
Ein TSH-Wert von 4,29 liegt je nach Labor noch im oberen Normbereich, wird aber von manchen Ärzt:innen bereits als „grenzwertig“ eingestuft. Die Meinungen dazu gehen auseinander – auch weil viele Faktoren wie Tageszeit, Stress oder Ernährung den TSH beeinflussen können.
Ob in so einem frühen Stadium eine medikamentöse Behandlung nötig ist, hängt vom Gesamtbild ab.
Aus naturheilkundlicher Sicht lohnt es sich auf jeden Fall, Ernährung und Lebensweise mit in den Blick zu nehmen. In meinem E-Book „Gesunde Schilddrüse“ beschreibe ich, wie man über die Ernährung – z. B. mit Jodquellen aus dem Meer – sanft regulierend wirken kann.
Vielleicht ist das ein guter Weg, um den Körper zunächst auf natürliche Weise zu unterstützen – und zu beobachten, wie sich der Wert entwickelt.
Herzliche Grüße
Hallo Frau Bruhn!
Ganz deutlich ist mir nicht, welche (zusätzlichen) Laboruntersuchungen ich beim nächsten Besuch beim Hausarzt anfragen könnte um den Zustand meiner Schilddrüse und daraus abzuleitende Behandlungen besser einschätzen zu können und wo ich (für mich verständliche) Vergleichswerte erhalten kann. Mein Hausarzt zeigt sich nicht sehr kooperativ und einen Naturheilarzt habe ich leider immer noch nicht gefunden der mich hierin beraten und begleiten könnte. (Was leider auch bedeutet, dass ich mit der bereits erworbenen Starthilfe noch nicht beginnen kann). Ich hoffe, Sie können mir bei dieser Frage weiterhelfen.
Vielen Dank und
Mit freundlichem Gruß,
Alexandra
Hallo Alexandra,
danke für Ihre Nachricht – ich verstehe gut, dass Sie sich mehr Klarheit bei der Einschätzung Ihrer Schilddrüsensituation wünschen.
Neben dem TSH-Wert sind in der Regel auch die freien Werte fT3 und fT4 sowie ggf. die Antikörper interessant – vor allem, wenn es um eine ganzheitliche Betrachtung geht. Viele Hausärzte orientieren sich allerdings stark an Leitlinien und Normwerten, weshalb es hilfreich sein kann, sich zusätzlich selbst Wissen anzueignen.
Vergleichswerte für Laien sind schwer zu interpretieren – weil immer auch das individuelle Befinden eine Rolle spielt. Deshalb arbeite ich im Kurs nicht mit starren Laborwert-Vorgaben, sondern mit Beobachtung, Ernährung und begleitenden Methoden.
Wenn Sie sich von ärztlicher Seite noch nicht gut begleitet fühlen, können Sie trotzdem schon mit kleinen Veränderungen in der Ernährung beginnen. In meinem E-Book zeige ich, wie das Schritt für Schritt geht – sanft, alltagstauglich und mit dem Blick auf den eigenen Rhythmus.
Herzliche Grüße
Hallo Fr. Bruhn
mir wurde vor 19 Jahren die komplette SD entfernt. Seitdem nehme ich Tabletten.
Mittlerweile sind es täglich 112mg Euthyrox
Ich bin nun 63 Jahre alt und hab massive Beschwerden.
Massives Schwitzen(unerträglich)Schlafstörungen, Herzrasen, Gewichtszunahme, Haarausfall, Schwindel usw.
Nun meine Frage: Gibt es auch Naturheilkundliche Mittel, statt Euthiyox?
Bin seit etlichen Jahren Vegetarierin.
Vielen Dank schon im Voraus
Annemarie
Hallo Annemarie,
vielen Dank für Ihre Nachricht – Ihre Symptome klingen sehr belastend, und ich kann gut verstehen, dass Sie nach Alternativen suchen.
Aus naturheilkundlicher Sicht gibt es in manchen Ländern Präparate mit tierischem Ursprung (z. B. vom Schwein oder Rind), die von spezialisierten Therapeut:innen begleitet werden. In Deutschland sind sie jedoch verschreibungspflichtig und nicht frei erhältlich. Eine Umstellung sollte deshalb immer ärztlich oder heilpraktisch begleitet werden.
Wichtig ist auch: Ein reines Austauschen des Medikaments reicht oft nicht. Wenn die Ernährung, der Stoffwechsel und die Regulation im Körper nicht mit einbezogen werden, bleiben die Beschwerden häufig bestehen.
Was die vegetarische Ernährung betrifft: Hier kommt es sehr auf die Ausgestaltung an. In meiner Arbeit habe ich öfter beobachtet, dass es auf Dauer hilfreich sein kann, tierische Eiweiße wie Fisch oder Eier gezielt einzubauen – besonders bei Schilddrüsenthemen. Ob das auch für Sie passt, müssten Sie selbst in Ruhe ausprobieren.
Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg – und viel Geduld mit sich selbst.
Herzliche Grüße
Ich war beschwerdefrei. Zufällig wurde im Zuge einer Untersuchung festgestellt, dass der TSH-Wert nicht stimmt. Mir wurde L-Tyroxin 75µg verschrieben. Zeitlebens und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer einen eher zu niedrigen Blutdruck. Schon nach der ersten Blutkontrolle wurde plötzlich ein erhöhter Blutdruck (140/100) gemessen und er stieg in der Folgezeit weiter.
Ich nehme L-Tyroxin nun seit 2 Jahren. Ich würde nun gerne herausfinden, ob das Medikament wirklich am Bluthochdruck schuld ist und es, natürlich unter ärztlicher Kontrolle, wieder absetzen. Höchstwahrscheinlich wird mein Arzt mir sagen, dass dies nicht möglich ist und ich wäre gern darauf vorbereitet, was mich zu meiner Frage führt: Was denken Sie, ist das Absetzen/Ausschleichen noch möglich?
Hallo Sigrun,
vielen Dank für Ihre Nachricht – Ihre Beobachtung ist sehr nachvollziehbar. Gerade wenn Beschwerden erst nach Beginn einer medikamentösen Behandlung auftreten, stellt sich schnell die Frage nach dem Zusammenhang.
L-Tyroxin kann den Kreislauf beeinflussen, insbesondere bei Menschen, die zuvor eher niedrigen Blutdruck hatten. Ob es in Ihrem Fall der Auslöser für den Bluthochdruck ist, lässt sich nur im Gesamtzusammenhang beurteilen – und genau das sollte mit ärztlicher Begleitung geschehen.
In meinem Beitrag gehe ich darauf ein, was beim Absetzen oder Ausschleichen von L-Tyroxin zu beachten ist. Vielleicht schauen Sie dort noch einmal gezielt nach – vor allem im Abschnitt über die sogenannte Doppelstrategie mit Ernährung und natürlicher Unterstützung.
Ich wünsche Ihnen viel Klarheit und eine gute ärztliche Begleitung für Ihren weiteren Weg.
Herzliche Grüße