Wenn schnelle Küche angesagt ist, gibt es kaum ein Gericht vom heimischen Herd, das zeitsparender zu kochen ist als der gute alte Eintopf.
Jeder Landstrich hat seinen ganz speziellen Eintopf, das Rezept wird oft vererbt und jede Familie hat ihr eigenes. Das zeigt uns, dass diese einfache Kochweise Tradition hat.
Das Hauptargument für den Eintopf ist die Zeitersparnis. Einmal gekocht - und schon sind zwei oder sogar drei Essen fertig.

Eintopf ist Heimat und Geborgenheit
Für viele ist Eintopf eine Kindheitserinnerung – hoffentlich eine angenehme.
Bei mir zu Hause gab es jeden Samstag Brühnudeln. Das ist Hühnerbrühe mit Suppengrün und kleinen Nudeln als Einlage.
Besonders günstig ist es, wenn es den Eintopf immer am selben Wochentag gibt. Dann stellt sich ein Rhythmus ein: Heute gibt es Brühnudeln, also ist heute Samstag.
Vor allem Kinder mögen und brauchen solche „Anker“ in ihrer Welt. 🙂
Feste Gewohnheiten geben ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Das ist Mutters Küche, nach der man sich das ganze Leben lang immer wieder sehnt.
Welchen Eintopf gab es bei dir früher?
Welches war der Eintopf Deiner Kindheit? Wenn der nicht gerade der Burner war, erfinde doch einen neuen für das Leben als erwachsener Mensch.
Jetzt trifft man allein die Entscheidung, was in den Topf reinkommt.
Eintopf - das Alltagsessen
Ein weiterer Aspekt des Eintopfessens ist die Schlichtheit des Essens.
Viele Menschen genießen jeden Tag kulinarische Highlights und setzen sich selbst unter Stress, weil das Essen stets was ganz Besonderes sein soll.
Auch beraubt man sich der Vorfreude auf das Besondere, wenn es ständig Besonderes zu essen gibt.
Mit einfachem Essen schafft man eine deutliche Trennung zum Nicht-Alltäglichen am Sonntag.
Eintopf kann man aufwärmen
Man sollte sich nicht scheuen, den Eintopf aufzuwärmen. Natürlich wärmt man immer nur genau die Portion auf, die gerade gegessen werden soll. Also nicht mehrmals den ganzen Eintopf.
Gemüse verträgt das Aufwärmen, wenn es ganz langsam bei der geringst möglichen Temperatur erfolgt.
Angst um die Vitamine? Daran würde ich nicht weiter denken, denn es gibt noch andere Kriterien, nach denen die Wertigkeit eines Essens gesehen werden kann.
Aus der chinesischen Medizin ist bekannt, dass aufgewärmtes Essen sogar gesundheitlich wertvoller wird.
Das gilt nicht für alle Speisen, aber für Eintöpfe mit Wurzelgemüsen auf jeden Fall.
Bloß keine Langeweile
Natürlich sollte der Eintopf nicht langweilig sein.
Es ist so einfach, Eintöpfe mit frischen Kräutern aufzupeppen. Man gibt jeden Tag ein anderes Kraut dazu und schon schmeckt’s ein wenig anders und sieht immer schön frisch aus.
Die gängigsten Kräuter aus dem Garten dürften sein:
Grundrezept Eintopf

Zutaten für 4 Teller:
- 1Gemüse der Jahreszeit: Möhren, Grüne Bohnen, Spitzkohl, Wurzelpetersilie ...
- 24-5 Esslöffel Kokosfett
- 3Gemüse- oder Hühnerbrühe
- 4Shoju (Sojasoße) zum Abschmecken
- 5Einlage: Fleisch in Stücken (Rindfleisch, Suppenhuhn ...) oder fertig gekochte Hülsenfrüchte
Auf dem Teller mit Shoju oder Tamari abschmecken.
Haben Sie Appetit bekommen? Wann gibt es den nächsten Eintopf? Wird es der gute alte sein oder ein moderner?



Kochen Sie ohne Salz?
Hallo Elke, selbstverständlich nicht! Hab ich irgendwo das Salz im Rezept vergessen? Kann sein, das ist dann ein Irrtum. 🙂
Viele Grüße aus Berlin
Jutta Bruhn