Misosuppe mit Linsen

Misosuppe kann man auf vielfältige Weise zubereiten.

In ihrer Heimat in Fernost gibt es sie als dünnes Süppchen mit Tofu-Einlage zum Frühstück. Bei uns passt es besser, daraus einen reichhaltige Gemüse-Eintopf zu machen, der gleich morgens satt und fit macht.

Das Gewürz Miso ist eine kräftige Würz-Paste, die in einem aufwändigen Reifeprozeß aus vergorenen Sojabohnen hergestellt wird. Diese Würze ist für alle bekömmlich, weil die Sojabohnen nicht mehr roh und somit von hohem gesundheitlichen Wert sind.

Wer übervorsichtig sein will, kann Miso verwenden, das aus Kichererbsen hergestellt wird.

Miso als Gewürz ist auch geeignet bei allen Unverträglichkeiten wie Histamin-Intoleranz, Lactose-Intoleranz, Fructose-Intoleranz etc. Das Problem besteht allerdings in der Verdaulichkeit.

Denn bei diesen Unverträglichkeiten ebenso wie bei allen Allergien liegt ein kranker Darm zugrunde. Es kann dabei um das Leaky-Gut-Syndrom oder um Candida (Pilze im Darm) gehen. Das bedeutet, dass die Enzyme vom Miso erst mal nicht vertragen werden und Blähungen verursachen. Deshalb wendet man einen Trick an: In der Anfangszeit wird das Miso kurz aufgekocht.

Dann sind zwar leider die guten Enzyme kaputt, die die positive gesundheitliche Wirkung ausmachen. Aber wer gleichzeitig mit dem Kochen nach der MBH beginnt, wird nach individuell langer Zeit merken, dass Miso immer bekömmlicher wird, weil sich der Darm erholt.

Mehr über Miso steht in diesem Beitrag: Miso – ein Heilmittel zum Würzen

Empfehlung: Lies diesen Beitrag Was ist ein gesundes Frühstück?

Misosuppe mit braunen Linsen

Zutaten für ca. 2 Portionen

  • 1-2 Möhren
  • ½ Stange Lauch
  • 2 EL qualitativ hochwertiges Kokosfett
  • ca. ½ Liter Brühe (Gemüse oder Hühnerbrühe) hilfsweise Wasser
  • 1 Tasse gekochte Linsen
  • Gersten- oder Reismiso nach Geschmack

Zubereitung

  1. Möhren putzen und in Stücke schneiden.
  2. Kokosfett erhitzen, Möhrenstücke darin andünsten.
  3. Mit Brühe knapp bedeckt auffüllen und garen.
  4. Lauch unter fließendem Wasser gründlich reinigen und in Stücke schneiden.
  5. Wenn die Möhren zur Hälfte gar sind, den Lauch dazu geben. Kochen lassen.
  6. Zum fertigen Gemüse gekochte Linsen geben, aufwärmen.
  7. Evtl. noch Brühe nachgießen.
  8. Mit ca. 1 TL Miso pro Teller abschmecken.

Dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten, mit welchen Zutaten man Misosuppe zubereiten kann.

  • Gemüsesorten variieren
  • statt Linsen auch Bohnen, Kichererbsen, grüne Erbsen verwenden
  • statt Hülsenfrüchten Fisch oder Fleisch als Einlage
  • ein rohes Ei in die kochende Suppe schlagen und gerinnen lassen
  • Küchenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Dill ... auf die fertige Suppe geben

Nochmal der Hinweis: Falls es am Anfang zu Blähungen nach der Suppe kommt, liegt so gut wie immer eine Belastung mit Darmpilzen vor, die man Candida nennt. In dem Fall sollte man das Miso lieber kurz im Topf aufkochen lassen. Dabei gehen zwar die guten Enzyme kaputt, aber das Miso wird bekömmlich.

jutta-bruhn-ebooks

Koche Dich raus aus den Schilddrüsenproblemen! 

Meine Ratgeber-Ebooks:

  • Hallo Frau Bruhn,
    ich lese im Internet immer wieder, dass Miso zwar im Gegensatz zu unfermentierten Sojaprodukten für Menschen mit Hormonproblemen ok ist, aber nur gelegentlich in geringen Mengen. Was sagen Sie kann ich trotz meiner Östrogendominaz etc jeden Morgen eine Misosuppe essen? Möchte gerne vom Müsli wegkommen 🙂 Herzliche Grüße

    • Hallo Elisabeth, auf jeden Fall bist du mit Misosuppe viel besser dran als mit Müsli! Die Aussage, von Miso weniger zu essen, gilt höchstens für die Anfangszeit. Wer sich nach den Grundsätzen der Makrobiotischen Heilküche (MBH) ernährt, hat mit Miso etc. keine Probleme. 🙂

      Liebe Grüße
      Jutta

  • Liebe Frau Bruhn,
    ich finde Ihre Artikel hochinteressant. Und bei manchen Artikel hatte ich einen echten Aha-Effekt.
    Ich hab aber eine Frage zur Misosuppe:
    Kochen Sie sich Ihre Gemüse- /Hühnerbrühe auf Vorrat und wieviel und vor allen Dingen mit welchen Zutaten?

    Viele Grüße
    Helga Maria

  • Hallo Frau Bruhn,
    Da ich seit einiger Zeit (6Monate, war vorher nicht so schlimm) an Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche, Müdigkeit usw. leide,
    habe ich mich auf die Suche gemacht, ob es vielleicht an der fehlenden SD liegt, die mir vor 15Jahren komplett entfernt wurde. Bin dann auf Ihre Seite gestossen. Die Rezepte hören sich super an. Kann ich die auch verwenden wenn die SD fehlt?

    Danke

  • Hallo Frau Bruhn,
    mit Begeisterung lese ich ihre Beiträge und bin sehr motiviert eine Ernährungsumstellung umzusetzen. Heute habe ich mir im Bioladen das Onozaki Gerstenmiso von Arche gekauft. Zuhause bemerkte ich erst, dass es „aspergillus oryzae“ enthält, eine der vielen Schimmelpilzformen. Da bei mir eine Schimmelpilzallergie nachgewiesen wurde, traue ich mich nun doch nicht, das Miso zu verwenden. Oder denken Sie, dass die Befürchtung einer allergischen Reaktion in diesem Fall unbegründet ist? Haben Sie eine Alternative für mich? Ich hatte mich schon so gefreut, endlich ein unpasteurisiertes Miso gefunden zu haben…
    Viele Grüße
    Diana

    • Hallo Diana, auf die Allergie würde ich nicht allzuviel geben, das ändert sich schnell. 🙂

      Es geht darum, dem Darm zu helfen (= Leaky-Gut-Syndrom, mehr dazu hier), dann braucht man sich um Allergien keinen Kopf mehr zu machen. 🙂

      Ich empfehle, nicht auf ein einziges Mittel wie Miso zu setzen. Es geht um die ganze Ernährung. Miso ist toll, aber allein reicht es nicht. 😉

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  • Hallo Frau Bruhn,
    habe Hashimoto und würde gerne die Suppe fürs Frühstück probieren. Allerdings vertrage ich schon seit Jahren keine Zwiebelgewächse mehr. Womit sollte ich den Lauch ersetzen?
    Beste Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja, wenn du Zwiebelgewächse nicht verträgst, lass sie doch einfach weg. Das Rezept ist ja nur ein Vorschlag, man kann das kochen wie man möchte.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  • Hallo Frau Bruhn, leider war die charite gründlich und ich habe nur noch 0.27 mmschilddrüsengewebe nach der op (normalfunktion, u.a. 4 cm große gutartige zysten).
    Mit makrobiotischer Kost konnte ich von 100 auf 75 euthyrox reduzieren.
    Geht das noch mehr?
    Und wissen Sie einen Weg, das kleine Gewebe zu reanimieren??
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Marie

  • Guten Morgen Frau Bruhn,
    zwischenzeitlich habe ich mir Folgendes bestellt und damit gewürzt:
    MugiMiso, Tamari-TerraSana, UmeSu. Es schmeckt alles sehr gut!
    Leider lagere ich damit Wasser ein, was wiederum meinen Blutdruck in die Höhe treibt.
    Außer Hashimoto habe ich leider auch noch Bluthochdruck.
    Können Sie Würze empfehlen, die bedenkenlos bei Bluthochdruck verwendet werden kann?
    Herzliche Grüße aus Stuttgart
    Anne

    • Hallo Anne, es reicht leider nicht, mit bestimmten Gewürzen zu kochen, auch wenn sie noch so gesund sind. 🙁 Die ganze Ernährung sollte stimmen, dann wirken diese Würzen wie Heilmittel.

      Hoher Blutdruck hat in der Regel mit dem Darm zu tun. Es kann aber auch sein, dass zu hohe Dosen L-Thyroxin genommen werden. Ich begleite bei diesen Problemen und es gibt Erfolgsmeldungen im Online-Selbstlernkurs „Schilddrüse managen“. 🙂

      Herzliche Grüße
      Jutta

    • Hallo Vera, das kommt drauf an … 😉 Jeder braucht eine andere Menge. Das probiert man am besten aus, wie es passt. In meinen Rezepten meine ich stets gehäufte EL vom kalten Kokosfett. Aber wie gesagt, das kann für manche zu viel sein.

      HG Jutta

    • Hallo Tina, so wie es schmeckt, am besten mit 1 TL anfangen und dann immer etwas mehr, bis der Geschmack richtig rund ist. Es soll nicht zu salzig sein.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  • Sehr geehrte Frau Bruhn,

    Ihre Rezepte sind prima. Ich möchte es sehr gerne nach langem Mitlesen etwas ausprobieren um die Schilddrüse zu entlasten. Meine Frage die mir sehr wichtig dazu erscheint ist: Kann man statt Miso (das ja Soja ist) wenn man es nicht essen sollte einfach Salz nehmen ? Oder ist gerade “ das Miso “ das wichtige?

    • Hallo Nadja, ich sag’s mal so: Mit Salz wird die Suppe nicht schmecken. Es geht ja um Würze, nicht nur um Salzen. Miso ist eine Würzpaste.

      Niemand muss Miso nehmen (das übrigens bekömmliches weil fermentiertes Soja ist, für jeden). Es geht auch Shoju oder Tamari .

      Und ja, Miso hilft dabei, die gesunden Darmbakterien aufzubauen. Insofern ist es schon „wichtig“. 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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